1378895

Wie Apple iOS verbessern könnte

14.02.2012 | 07:11 Uhr |

Vermutlich Anfang März wird Apple mit dem nächsten iPad auch das Update auf iOS 5.1 veröffentlichen, voraussichtlich im Juni stellt Apple dann iOS 6, das mit einem neuen iPhone-Modell im Spätsommer herauskommen könnte

iOS5 Icon
Vergrößern iOS5 Icon

Der Erfolg des iPhone ist nicht zuletzt auf sein Betriebssystem zurückzuführen, doch kann Apple ein gutes System noch weiter verbessern. Welche Neuerungen dafür in iOS 6 kommen könnten, haben sich unsere Macworld-Kollegen Dan Moren und Lex Friedman überlegt - und dabei vor allen Dingen an Entwickler gedacht.

Die jüngste Aufregung um eine iPhone-App drehte sich um die Social-Network-App Path , die ungefragt das gesamte Adressbuch des Anwenders gelesen und auf den Server des Anbieters kopiert hat. Moren und Friedman nehmen die Path-Entwickler, die sich für den Vorfall mittlerweile entschuldigt haben, ein wenig aus der Schusslinie. Denn anders als bei der Handhabung von Ortsdaten warnt iOS nicht vor dem Zugriff auf das Adressbuch. Nun ist die Ermittlung von Ortsdaten für bestimmte Apps essentiell, um den Anwender etwa den Weg in die nächste Apotheke zu zeigen, doch kann er genau regeln, welche Apps seinen Aufenthaltsort ermitteln und nutzen. Warum sollte iOS das so nicht auch mit Adressdaten handhaben, fragen Friedman und Moren. Schließlich könnten Apps, die mit Einwilligung das Adressbuch auslesen, recht nützlich sein - anderen Apps könnte man den Zugriff verwehren.

Dass der App Store keine Demoversionen zulässt, ist den Autoren ebenfalls ein Dorn im Auge. Manche Entwickler behelfen sich mit einer Lite-Version ihrer App, bei Gefallen hat man dann aber schnell mehrere Versionen auf dem iPhone oder iPad. Apple sollte daher Entwicklern die Möglichkeit geben, ihre Apps funktional oder zeitlich einzuschränken, diese Einschränkungen könnte man mit In-App-Käufen aufheben. Apple dürfte aber auf diesem Ohr taub sein, im Mac App Store sind nicht nur keine Demos erlaubt, sondern auch keine Lite-Versionen.

Die Politik kostenloser Updates führt in vielen Fällen zu weiteren Problemen, meinen Moren und Friedman. Bekommt eine App vollkommen neue Features, müssen die Entwickler sie unter neuem Namen verkaufen. Es ist zudem nicht möglich, Bestandskunden eine neue App für einen günstigeren Preis anzubieten als Neukunden.

Bei der Preisgestaltung sind den Entwicklern auch anderweitig die Hände eng gebunden, Hersteller können sich nicht zusammentun, um ihre Apps im Paket zu verkaufen oder ihren Kunden gegenseitig Rabatte einzuräumen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1378895