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Vorwurf: Zerstörung statt Recycling bei Apple Australien

19.01.2009 | 10:50 Uhr |

Apple Australien ignoriert angeblich komplett die allgemeine Apple-Recycling-Strategie.

Apple in Australien zerstört angeblich jede Menge kaputte Macs, die problemlos zur Reparatur oder für Einzelteile-Recycling noch geeignet wären, berichten gleich mehrere Mitarbeiter von verschiedenen Recyclingstellen. Ein Arbeiter in einem Warenhaus in Sydney behauptet, dass er aufgefordert wurde, Apple Geräte im Gegenwert von ca. 200 000 Euro zu zerstören, von iMacs, Xserves, Macbooks, Macbook Pros bis hin zu Apple-Mäusen, Handbüchern und Software wie Final Cut Studio. Die Mitarbeiter arbeiteten angeblich mit Hammer und Schraubenziehern und setzten schließlich Gabelstapler zum Pressen ein, dass alles in die Müllcontainer passte.

Umstritten ist, dass zumindest einige der Macs sogar noch bootfähig waren. Email-Ausdrucke von Korrespondenz zwischen Apple und Dienstleistungs-Technikers enthüllen, dass in einigen Fällen der Kunde auf einem Austausch statt Reparatur bestand. Ein weiterer Mitarbeiter behauptet, dass Apple bevorzugt Hardware austauscht, anstatt die Reparaturkosten in China zu tragen.

Laut einem Bericht von Macnn kommt der Auftrag zur Zerstörung der Apple Geräte angeblich von einem der leitenden Angestellten. Rob Small, der Marketing Direktor von Apple Australien, besteht hingegen darauf, dass Apple keinesfalls funktionierende Computer zerstört. "Wir zerstören lediglich Hardware, deren Reparatur sich nicht mehr lohnt oder nicht mehr zum Verkauf geeignet ist." , sagt Small.

Small dementiert auch, dass Apple in Australien willkürlich Hardware wegwirft. "All unser Recycling wird verantwortungsvoll von zertifizierten Recycling-Unternehmen ausgeführt. Nichts davon endet auf der Müllhalde oder wird ins Ausland abgeschoben."

Die Firma Apple setzt sich aktiv für Recycling ein und vermeldet stolz, dass in 2007 die wieder verwertbare Menge um 57 Prozent angewachsen ist. Falls die Anschuldigungen gegenüber Apple Australien zutreffen, dann sortieren die Subunternehmen in Australien nur die Rohstoffe, wie Gold, aus oder ignorieren die Strategie von Apple komplett.

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