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W3C berät über P3P-Spezifikationen

13.11.2002 | 10:47 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Diese Woche will das P3P-Gremium (The Platform Privacy Preferences) des Web-Konsortiums W3C darüber beraten, ob eine Version 2.0 der Spezifikationen entwickelt oder die Version 1.0 erweitert werden soll. P3P ist ein Protokoll, das zum Austausch von Datenschutzerklärungen dient. Diese basieren auf einer standardisierten Liste, in der festgelegt ist, wie unter anderem Cookies oder Log-Dateien behandelt werden sollen. Die Version 1.0 der Spezifikationen wurde im April 2002 verabschiedet (Computerwoche online berichtete), setzt sich aber nur sehr langsam durch. Bislang werden sie erst von rund 18 Prozent der Top-500 Websites genutzt. Der Grund ist laut P3P-Gremium der zu geringe Wortschatz des Protokolls, der nicht genügt, um existierende Privacy-Policies in vom Rechner zu verarbeitende Befehle zu übertragen.
Problematisch in diesem Zusammenhang ist laut Website-Betreibern wie zum Beispiel der BITS Technology Group, die in den USA Finanzdienstleistungen anbietet, die Verarbeitung der Richtlinien in P3P-kompatiblen Applikationen wie zum Beispiel Internet-Browsern. Wenn eine Richtline der Web-Seite nur unvollständig abgebildet werden kann, werde das Angebot unter Umständen als nicht vertrauenswürdig eingestuft. Demzufolge müsse sich P3P künftig um individuelle Policies erweitern lassen, die mit den Anwendern ausgetauscht werden. (lex)

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