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W3C standardisiert Web-Formulare

16.10.2003 | 10:46 Uhr |

Das für die Standardisierung von Web-Techniken zuständige World Wide Web Consortium (W3C) hat die Spezifikationen für "XForms 1.0" verabschiedet.

Der Standard basiert auf der Extensible Markup Language (XML) und soll die Erstellung von Online-Formularen einfacher machen als mit der Hypertext Markup Language (HTML). Als entscheidenden Vorteil von XForms stellt das W3C die klare Trennung zwischen Code für die Webseiten-Controls von den mit einem Formular erfassten Daten heraus. XForms-Dokumente seien deswegen auch einfacher wiederzuverwenden.
XForms ermöglicht zudem dynamische Formulare, die sich abhängig von den bisher gemachten Eingaben verändern. Vereinfacht wird darüber hinaus eine Anpassung an unterschiedliche Endgeräte. Die Entwicklung des neuen Standards zieht sich bereits unerwartet lange hin - eigentlich hätte XForms bereits im März dieses Jahres verabschiedet werden sollen. Zapthink-Analyst Ron Schmelzer begründet dies mit "Markt- und Herstellerapathie".
Das W3C verweist indes auf erste Umsetzungen unter anderem bei IBM und Novell. Gefahr drohen dürfte XForms eher aus Redmond, denn Microsoft mit seiner Marktmacht setzt zunächst auf die Eigenentwicklung "Infopath" (vormals "XDocs") und hat sich an der W3C-Arbeit nicht beteiligt. Auch Adobe hat sein eigenes PDF-basierendes Format, das in der aktuellen Version durch XML-Funktionen erweitert wurde. (lex)

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