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Scheidender FCC-Chef will freies Internet für alle

03.12.2008 | 13:28 Uhr |

Der mit der Bush-Regierung aus seinem Amt scheidende Vorsitzende der US-Telekommunikationsbehörde Federal Communications Commission (FCC) Kevin Martin schlägt zum Ende seines Wirkens eine Initiative vor, die den USA landesweit kostenlose drahtlose Internetzugänge bescheren soll.

Wie das Wall Street Journal berichtet, will Martin den Gewinner einer Auktion um neue WLAN-Frequenzen dazu zwingen, 25 Prozent der Bandbreite kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Dabei soll Filtersoftware Pornoangebote und andere "für Kinder nicht geeignete" Websites unterdrücken. Wer die Filter umgehen wolle, müsse für den Internetzugang bezahlen, stellt sich Martin das Geschäftsmodell vor. Das Wall Street Journal weist jedoch darauf hin, dass Verbraucherschützer gegen einen Content-Filter protestieren würden, die Technik sei auch nicht ganz durchdacht, Martin nennt etwa keine Details zur Umgehung von Filtern.

Technische Bedenken anderer Art hat der Mobilfunkprovider T-Mobile angemeldet. Die neuen Frequenzen lägen zu dicht an jenen, für die T-Mobile jüngst vier Milliarden US-Dollar bezahlt habe. Störungen mit dem 3G-Mobilfunknetz der Telekomtochter seien zu befürchten. Bisher hat noch kein Unternehmen und keine Behörde Interesse an dem neuen Spektrum angemeldet.

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