2168360

Übernahme

WSJ: Apple übernimmt Spezialisten für künstliche Intelligenz

08.01.2016 | 09:40 Uhr |

Das iPhone könnte schon bald wissen, in welcher Stimmung der Nutzer ist. Ein von Apple übernommenes Startup macht das möglich.

Apple macht 2016 anscheinend da weiter, wo es 2015 aufgehört hat und übernimmt erneut ein kleineres Startup. Im jüngsten Fall soll es sich um das auf künstliche Intelligenz spezialisierte Unternehmen Emotient handeln, berichtete zuerst das Wall Street Journal am Donnerstag .

Spekulationen, was Apple damit vorhat, sind erlaubt, wenngleich der iPhone-Hersteller wie üblich selbst dazu nichts beiträgt und sich in Schweigen hüllt. Mit der Technik von Emotient könnten zukünftige  Phones aber in der Lage sein, aus dem Gesicht des Anwenders dessen Gemütszustand zu lesen. Entwickelt wurde die Technik am Machine Perception Lab der University of California in San Diego und sollte ursprünglich Werbetreibenden dabei helfen, die Reaktionen der von ihren Werbemitteln angesprochenen potentiellen Kunden zu messen. Weitere Details zur möglichen Übernahme sind nicht bekannt, eine Bestätigung steht noch aus.

Zuletzt hatte Apple im vergangenen Jahr das Unternehmen Faceshift übernommen, das sich in einem ähnlichen Feld betätigt. Die Technologie des Unternehmens nutzen etwa Filmemacher, um Gesichtsausdrücke von Schauspielern auf ihre digitalen Avatare zu übertragen. Diese Form der Motion Capture kommt unter anderem in Star Wars VII zum Einsatz. Apple hat damit aber gewiss nicht vor, ins Filmgeschäft einzusteigen, die Technologie lässt sich jedoch auch in Sicherheitssystemen und bei VR-Anwendungen einsetzen.

Ebenso 2015 hat Apple das Startup VocalIQ übernommen, das sich auf Stimmerkennung spezialisiert hat. Damit wäre es einerseits möglich, Siri nur mit bestimmten Personen interagieren zu lassen - etwa dem rechtmäßigen Besitzer des iPhones - oder das Gerät mit der Stimme entsperren zu lassen.

Apple lässt die Öffentlichkeit aber bewusst im Unklaren über die Pläne zu seinen Akquisen, ins Bild passt jedoch auch die Übernahme des VR-Spezialisten Metaio im vergangenen Jahr. Derartige Technologien könnten beispielsweise auch die Verkehrssicherheit eines autonomen Fahrzeugs garantieren.


0 Kommentare zu diesem Artikel
2168360