WWDC 2011
WWDC: Steve Jobs zeigt "iCloud", iOS 5 und Lion
Apple hat offiziell eine Keynote zur WWDC 2011 angekündigt. Am 6. Juni wird Steve Jobs einen Ausblick auf iOS 5 geben und einen neuen Webdienst namens "iCloud" präsentieren.
Auch im Jahr 2011 wird Apple die eigene Entwicklerkonferenz WWDC wieder mit einer Keynote von Steve Jobs eröffnen. Neue Hardware wird es dieses Jahr offenbar nicht geben, dafür konzentriert sich Apple auf Software und Webdienste. Unter dem Begrieff iCloud will Apple am 6. Juni die zukünftigen Webdienste auf Cloud-Basis vorstellen. Nähere Details verrät das Unternehmen noch nicht. Gerüchte gehen seit längerer Zeit davon aus, dass Apple den Webdienst Mobile Me in Zukunft kostenlos machen wird und möglicherweise auch Musikstreaming darin integrieren will.
Außerdem wird Steve Jobs iOS 5 vorstellen, das mobile Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch. Details dazu gibt es allerdings noch nicht offiziell. Apple kündigt jedoch an, dass iOS eine große Rolle auf der WWDC spielen wird. Entwickler erhalten dort Vorlesungen, wie man Apps ins Sachen Design oder Geschwindigkeit verbessern könne.
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Mac-OS Lion
Die Keynote wird auch weitere Details des kommenden Mac-Betriebssystems Mac-OS 10.7 Lion zeigen. Wann die einzelnen Produkte wie iOS 5 oder iCloud verfügbar sein werden, hat Apple bislang nicht verraten. Allerdings sind in letzter Zeit immer wieder neue Vorabversionen von Lion an die Entwickler verteilt worden, was dafür spricht, dass das System nicht mehr weit von seiner Fertigstellung ist. Aktuell kann man davon ausgehen, dass Lion etwa einen Monat nach der WWDC fertig sein könnte.
Von iOS 5 gibt es noch keine Vorabversion und keine offiziellen Ankündigungen, was Funktionen oder Aussehen angeht. Im Jahr 2010 hatte Apple das iPhone 4 auf der Keynote der WWDC präsentiert. In diesem Jahr wird es aller Wahrscheinlichkeit nach kein neues iPhone zur WWDC geben. Der mutmaßliche Termin für ein neues iPhone liegt im Spätsommer oder Herbst. Dies könnte auch zu dem noch ungewissen Stand von iOS 5 passen, sodass beides gleichzeitig später in diesem Jahr erscheinen könnte.
Mac-OS X 10.7 Lion
Lion kommt: Schon jetzt steht fest, dass das neue Mac-OS den Namen des "Königs der Tiere" trägt. Das Vorbild liegt zwar meistens faul in der Savanne rum und lässt seine Weibchen die Arbeit machen, doch von Mac-OS X 10.7 kann man zurecht weit mehr Dynamik erwarten.
Ein kleiner Ausflug in die Geschichte: alle Systeme aus der Katzenfamilie. Offiziell trug aber erst Mac-OS X 10.2 den Beinamen Jaguar, Cheetah und Puma waren noch inoffizielle Bezeichnungen für Mac-OS X 10.0 und 10.1.
Apples Ökoystem: Mac, iPad und iPhone. Mit "Back to the Mac" meinte Apple auch Folgendes: Das Betriebssystem für das iPhone hatte seine Wurzeln in Mac-OS X, einige der Innovationen des iOS machen nun ihren Weg zurück auf den Mac.
Vorbereitung auf Mac-OS X 10.7 Lion: X meets iOS. Mehrere iOS-Funktionen werden in das System integriert.
Der Mac App Store soll schon in 90 Tagen auch für Mac-OS X 10.6 Snow Leopard bereit stehen. Nicht wenige Experten meinen, der Mac App Store werde die Softwaredistribution zum Schaden des Handels komplett umkehren.
Apps werden, genauso wie auf dem iPad, mit einem Klick installiert, Updates bietet der Mac App Store automatisch an. Vorteil für die Entwickler: Sie müssen sich nicht mehr selbst um den Vertrieb und Inkasso kümmern. Nachteil: Apple bestimmt, was in den App Store darf. Große Hersteller wie Adobe und Microsoft werden ihre Software mit Sicherheit noch lange außerhalb des Mac App Store anbieten. Im Gegensatz zu iOS geht das auch.
Die Apps sind für alle Macs im Haushalt lizensiert.
Noch ein Schritt richtung iOS: Blaue Scrollbalken verschwinden bald, stattdessen kommen die Bedienelemente in grau. Dabei war doch die Aqua-Oberfläche seinerzeit beim ersten Blick auf das kommende Mac-Betriebssystem der ganze Stolz des Präsentators Steve Jobs: "You wanna lick it!"
Die Ansicht ist auf iPad und iPhone schon bekannt, auf den Mac kommt sie erst: alle Apps auf einen Blick im Launch Pad. Von Home-Screen zu Home-Screen führen Wischbewegungen auf Magic Mouse oder Magic trackpad. Dereinst auch auf einem iMac Touch?
Launch Pad bietet auch Ordner als Organisationshilfe - wie von iOS 4 bekannt. iOS 4.2 für das iPad soll im November kommen.
Für besonders Unaufmerksame hat Apple eine Hilfe eingebaucht: Vollbildansicht für Apps. Jetzt lenkt wirklich nichts mehr von der Arbeit ab. Den Trend nimmt Apple bereits in iPhoto vorweg.
Mission Control ist ein Hybrid aus Exposé und Spaces. Nur aufpassen, dass der Mac nicht ins Weltall abhebt, sonst heißt es: "Cupertino, we have a problem..."
Vermutlich keine neue Hardware
Ob es überhaupt neue Hardware bei der Keynote geben wird, ist noch völlig offen, wird durch die Software-Ankündigungen aber unwahrscheinlicher. Kandidaten dafür wären beispielsweise das weiße Macbook oder das Macbook Air, dass vielen gleichlautenden Gerüchten zufolge in Kürze auf die neue Santa-Rosa-Plattform gehievt werden soll. Dass Apple jedoch bereits im Vorfeld die Themen der Keynote bekannt gibt, könnte ein Zeichen dafür sein, dass es keine weiteren Ankündigungen geben wird. Es ist ungewöhnlich, dass Apple vorab Informationen zu Keynotes verrät. Womöglich will man dadurch die Erwartungen auf neue Hardware mindern.
Anders als die Keynote steht der Rest der WWDC unter Geheimhaltung. Dort zeigt Apple Einblicke in die Betriebssysteme und gibt es anwesenden Entwicklern Hilfestellung beim Programmieren von iOS- und Mac-Anwendungen. Die WWDC findet vom 6. bis zum 10. Juni in San Francisco statt.
Macwelt wird wie immer live aus San Francisco von der Keynote berichten. Der Liveticker beginnt am 6. Juni um 19 Uhr deutscher Zeit.






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