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WWDC: Apple wechselt auf Intel

06.06.2005 | 16:00 Uhr |

Zur Eröffnung der WWDC hat Apple-CEO Steve Jobs angekündigt, der Mac-Hersteller werde innerhalb der nächsten beiden Jahre die Prozessor-Plattform wechseln und Intel-Chips in seinen Rechnern einsetzen.

Steve Jobs WWDC Keynote 2205
Vergrößern Steve Jobs WWDC Keynote 2205

20.02 Uhr: Nach nur knapp einer Stunde beendet Steve Jobs seine Keynote. "Apple ist stark, der Mac ist stark, wir haben die richtige Entscheidung für die Zukunft der Plattform getroffen. In einem Jahr sehen wir uns hier wieder, wir werden die ersten Intel-Macs im Handel haben und" - an die Entwickler gewandt - "viele unter Ihnen werden Universal Binaries ausliefern." Das war's.

20.00 Uhr : Ein weiterer Gast auf der Bühne, es ist der Intel-CEO Otellini. Intel sei einer der Väter von Silicon Valley, doch bislang habe man mit Apple nie zusammengearbeitet, bedauert er. Aber die Schmähungen der vergangenen Jahre seine vergessen - fast. Ein letztes Mal wird ausgeteilt und Otellini lässt den Werbespot aus der Mitte der 90er Jahre zeigen, wo eine Schnecke einen Pentium als Schneckenhaus trägt - und die Stimme im Off den neuen und viel schnelleren G3-Prozessor ankündigt. Und ein letztes Mal schlägt Intel zu: "Der G3-Prozessor war 1993 angekündigt - und wurde erst 1996 ausgeliefert..."
Jetzt hätten sich der innovativste Computer-Hersteller und der innovativste Chip-Hersteller der Welt verbündet: "Nach 30 Jahren endlich zusammen", sagt Ortellini.

19.55 Uhr: Alte PPC-Programme sollen dank der Technologie "Rosetta" auch auf der neuen Intel-Hrdware laufen, quasi eine Erinnerung an die Classic-Umgebung. Select-Member der ADC können bei Apple für 999 Dollar ein Developer Transition Kit inklusive Power Mac mit Pentium-4-Prozessor erwerben, das helfen soll, ihre Applikationen auf den Mac zu transportieren. Auch die neue Fassung von Xcode, Version 2.1, die ab heute zur Verfügung steht, weise in die Zukunft. Mit einem Universal Binary könne man Applikationen erzeugen, die unter der PowerPC und der Intel-Plattform liefen. Xcode setzten jetzt schon 56 Prozent der Entwickler ein, es werden immer mehr.
Die Chefin von Microsofts Mac-BU Roz Ho betritt die Bühen und begrüßt den Wechsel. Man sei sehr begeistert darüber, an dieser Transition teil zunehmen sagt Frau Ho und verweist auf die Tradition ihres Hauses, das seit über 20 Jahren Software für den Mac entwickle. Man werde aber nun nicht stehen beliben und auf die neue Plattform warten, schon in einigen Monaten werde man ein Office-Update herausbringen. Exchange-Anwnder sollen in Kürze Tiger-Unterstützung bekommen.
Auch Bruce Chizen von Adobe stößt in das gleiche Horn und findet die Jobs-Entscheidung richtig. "Der Anwender will vor allem Performance in seinen Programmen." Wie schon beim Umstieg auf Mac-OS X werde seine Firma zum Switch mit einer kompletten Produktlinie dastehen.

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