994976

WWDC: Details zu Snow Leopard Server

11.06.2008 | 15:50 Uhr |

Auch für Serversysteme stellt Apple auf der WWDC derzeit eine neue Version seines Betriebssystems vor: Bereits bekannte Neuerungen gehen über die wenigen Ankündigungen zur Client-Version hinaus. Es wird einen überarbeiteten iCal-Server geben und einen überarbeiteten Podcast-Produzenten - aber auch einige neue Dienste.

Wer die Keynote zur WWDC gesehen und die Ankündigung zur Client-Version von Snow Leopard gelesen hat, der kennt bereits viele der Neuerungen in Snow Leopard Server : Im Zentrum der Erweiterungen stehen beispielsweise Push-Dienste, die iPhone-Software 2.0 empfängt mit Hilfe dieser Technik eine Reihe von Informationen. In Snow Leopard Server wird der CalDAV-Server iCal Server in einer neuen Version 2.0 erscheinen und damit Push-Erinnerungen versenden können. Außerdem gehören Gruppenkalender und erweiterte Freigaben zum Funktionsumfang, die Software Einladungen auch an Anwender versenden, die kein iCal benutzen. Kalender zeigt der Server auch als Webseiten an, die sich im Browser öffnen lassen.

Neue kollaborative Funktionen für die Zusammenarbeit in Gruppen und ganzen Firmen beziehen das iPhone ebenfalls mit ein: Für zentral verwaltete Wikis und Blogs hält Snow Leopard Server spezielle Vorlagen für die Anzeige auf dem Apple-Handy bereit. Damit lässt sich über mehrere Wikis hinweg nach Inhalten suchen, für die Anzeige von Inhalten verwendet der Server QuickLook. Ganz neu steckt nun auch ein Adressbuch-Sever in Mac OS X Server: Mit ihm lassen sich Kontakte über mehrere Computer hinweg mit Kollegen teilen. Zu CalDAV gesellt sich damit die neue CardDAV-Spezifikation. Einen neuen Podcast Producer in Version 2 und einen neuen Mail-Server hat Apple ebenfalls angekündigt. Darüber hinaus sind fast alle bekannt gegebenen Änderungen bereits aus der Client-Version von Snow Leopard bekannt: Das neue Mac OS X soll aus Multicore-Prozessoren mit der "Grand Central"-Technik mehr Leistung herauskitzeln können, bis zu 16 Terabyte Arbeitsspeicher adressieren und dank OpenCL-Technik Grafikkarten als Coprozessoren verwenden können. Für Mac-OS X 10.6 Server kündigt Apple die Unterstützung für das 128-Bit-Dateisystem ZFS bereits an, bislang allerdings nur im Lese- und Schreibzugriff und nicht als Standard für die Installation des Betriebssystems.

0 Kommentare zu diesem Artikel
994976