875134

Warner überwacht Potter-Sites argwöhnisch

11.12.2000 | 00:00 Uhr |

Die Hollywood-Firma Warner Bros. sucht
regelmäßig das weltweite Netz ab, um illegale Online-Profiteure des
anhaltenden Harry-Potter-Booms aufzuspüren.

Wie am Montag das Fachmagazin «The Hollywood Reporter» berichtete,
müssen allerdings auch Betreiber harmloser Web-Sites, die sich mit
der Romanfigur beschäftigen, mit warnender Post von Warner Bros.
rechnen. Darin verlangt die Firma, die den ersten Potter-Roman der
britischen Autorin J.K. Rowling verfilmt, Auskünfte zu Prüfzwecken
und droht indirekt mit ihren Anwälten.

Betroffen sind nicht nur eventuelle Trittbrettfahrer der Potter-
Vermarktung oder so genannte Cybersquatter (Personen, die eine Domäne
im Internet nur in der Hoffnung registriert haben, den Namen später
Gewinn bringend verkaufen zu können). Selbst harmlose Teenager, die
ihre Potter-Seiten als Hobby und ohne jede Gewinnabsicht gestalten,
werden von Warner argwöhnisch beobachtet.

So bekam die 15-jährige Britin Claire Field Post von den Warner-
Wächtern, die sie aufforderten, zu den Zielen und Absichten Stellung
zu nehmen, mit denen sie ihre Potter-Fanseite gestalte. Das Mädchen
war außer sich, weil es annahm, die Hollywood-Firma wolle sie
zwingen, ihre Web-Site zu schließen (www.harrypotterguide.co.uk).
Seitdem versucht sich Fields durch eine vorgeschaltete Startseite zu
schützen, auf der sie versichert, sie wolle keinen Profit machen.

Warner-Sprecherin Barbara Brogliatti sagte dem «Hollywood
Reporter», man habe keine Einwände gegen Fanseiten im Internet.
Warner wolle aber dafür sorgen, dass Web-Sites geschlossen werden,
deren Betreiber damit Profite machten. Auch die von Cybersquattern
betriebenen Seiten mit Namen aus der Potter-Reihe müssten eingestellt
werden. dpa

0 Kommentare zu diesem Artikel
875134