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Warner verschärft Konflikt um iTMS-Preise

29.09.2005 | 13:33 Uhr |

Auf der Messe CTIA in San Francisco hat Warners Chef für digitale Strategien Michael Nash den Ton im Konflikt um die Preise im iTunes Music Store verschärft und Apple implizit mit Abschaltung gedroht.

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"Was wäre, wenn Jobs den Preis auf 29 oder 39 Cent senken wollte," beschrieb Nash ein ungemütliches Szenario. Der Musikindustrie bliebe laut Nash in einem Fall wie diesem nichts anderes übrig, als ihre Kataloge aus dem iTunes Music Store zurückzuziehen. Dabei würde Apples Geschäft kaum Schaden nehmen, meint der Musikmanager, Jobs würde ein neues Modell entwickeln. Der iTunes Music Store ist aus Sicht der Industrie nichts weiter als eine Promoaktion für den iPod, dessen Verkäufe nach dem Start des Stores im April 2003 in die Höhe schnellten. Insgesamt seien digitale Downloads nur ein Bruchteil des Geschäfts und im Vergleich zu dem mit Klingeltönen marginal. Zudem würden auf den meisten iPods nach wie vor Songs aus der eigenen CD-Sammlung laufen. Apples Dominanz im Musikdownloadmarkt, die nun den großen Labels zunehmend zum Dorn im Auge wird, habe die Industrie jedoch selbst zu verantworten, räumt Nash ein. "Wir haben uns zusammengesetzt und gesagt, dass wir kein weiteres MTV wollen – nun haben wir eins, in Form von Apple." Die Industrie wolle mehr auf mobile Dienste setzen und sieht darin ein größeres Umsatzpotential als über Downloads. Courtney Holt von Universal Music ist gar der Ansicht, dass auf das Handy ladbare Musik mehr Tauschbörsennutzer zurück zum Kauf von Musik bringen wird.

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