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Warnung vor hohen Risiken nach Support-Ende für Windows XP

11.03.2014 | 07:32 Uhr |

Die deutschen Banken sehen »keinen Anlass zur Sorge“, doch die Bundesregierung warnt vor »hohen Risiken« ab dem 8. April für Geldautomaten mit Windows XP.

Auf eine kleine Anfrage der Abgeordneten Susanna Karawanskij von der Linken zu diesem Thema hat die Bundesregierung in ihrer Antwort vor hohen Risiken für Geldautomaten mit Windows XP gewarnt. In der Stellungnahme heißt es, dass davon auszugehen sei, »dass Angreifer sich derzeit bewusst zurückhalten, um anschließend die Systeme erfolgreich und dauerhaft angreifen zu können« und ein Schutz mit Mitteln des Betriebssystems selbst nicht mehr möglich wäre.

Der sichere Betrieb von Geldautomaten setze aber die »Verfügbarkeit von Sicherheitsupdates und deren kurzfristige Installation« voraus. Nur Geldautomaten mit einer speziellen Version von Windows XP mit der Bezeichnung »Embedded POSReady 2009« erhalten jedoch noch bis zum Jahr 2019 weitere Unterstützung von Microsoft.

Laut einem Bericht von derwesten.de hat die deutsche Kreditwirtschaft »verschnupft« auf die Warnungen der Bundesregierung reagiert und erklärt, man sehe »keinen Anlass zur Sorge«. Zwar kommt Windows XP in verschiedenen Varianten in Geldautomaten zum Einsatz, die aber über den 8. April hinaus weiter in Sachen Sicherheit unterstützt würden. Außerdem seien die Geldautomaten nicht mit dem Internet verbunden und könnten so auch nicht angegriffen werden. Weltweit laufen vermutlich 95 Prozent aller Geldautomaten mit Windows XP.

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