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Warten auf das iPhone

13.10.2006 | 12:45 Uhr |

Wenig beflügelt die Phantasien der Apple-Gemeinde mehr als ein Handy aus Cupertino. Im gewohnt innovativen Design und möglichst mit allen Funktionen eines iPods, so stellen sich viele Anwender ein Multimedia-Telefon von Apple vor. Wann ein solches Gerät im Laden stehen wird, ist jedoch völlig ungewiss.

Den ersten Schritt in den Handy-Markt hat Apple bereits hinter sich. Aber der Schritt war ein kleiner und das Ergebnis für den vom iPod-Erfolg verwöhnten Konzern eher mäßig.

Im Juli 2004 verkündete Apple, dass der Konzern eine Variante der iTunes-Software für Handys von Motorola entwickeln werde. Motorola als exklusiver Lizenznehmer entwickelte das Handymodell Rokr E1 und bewarb es zusammen mit Apple als „erstes iTunes-Handy“. Im September 2005 präsentierte Steve Jobs das Rokr der Öffentlichkeit – zeitgleich mit dem iPod Nano. Das Rokr E1 konnte jedoch nicht an das Produktdesign des iPod anknüpfen, hinzu kamen technische Unzulänglichkeiten.

Das erste iTunes-Handy: Ein Misserfolg

Das Motorola Rokr E1
Vergrößern Das Motorola Rokr E1

Das Motorola-Handy kann lediglich hundert Musikstücke abspeichern, diese Begrenzung baute man aus Gründen des Digitalen Rechtemanagements ein. Die Datenübertragung zwischen Handy und Rechner ist darüber hinaus extrem langsam. Kopiert man hundert Musiktitel auf das Rokr, hat man Zeit ins Kino zu gehen. Die Datenübertragung dauert mit 80 Minuten fast so lang wie ein Spielfim. In unserem Macwelt-Test (Ausgabe 12/2005) kam das Mobiltelefon über ein „befriedigend“ nicht hinaus. Auch andere Magazine vergaben schlechte Noten, das amerikanische PC Magazine listete das Rokr als eines der zehn schlechtesten Produkte des Jahres 2005. Motorola legte mit den Razr-Modellen nach, doch die Schwächen blieben. Die Kooperation zwischen Apple und Motorola ist gründlich gescheitert.

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