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Warten auf das iTunes-Handy

07.09.2005 | 16:22 Uhr |

Um 10 Uhr Ortszeit (19 Uhr MESZ) hat heute Apple die Presse in das Moscone Center in San Francisco eingeladen. Steve Jobs hat neben dem iTunes-Handy Motorola ROKR und dem neuen iPod Nano als Mini-Nachfolger auch iTunes 5 vorgestellt.

Seit 19 Uhr berichten wir an dieser Stelle zeitnah über die Geschehnisse im Moscone Center, San Francisco. Etwa alle zehn bis fünfzehn Minuten werden wir diese Seite aktualisieren.

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Die Keynote von Steve Jobs hat soeben begonnen. Auf der Bühne bedankt sich der Apple-CEO bei der versammelten Presse für ihr Erscheinen. Als besonderen Gast freut sich Jobs über Yo Yo Ma, einen klassischen Musiker mit bereits 16 Grammy-auszeichnungen.

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Die Online-Stores von Apple sind offline gegangen. Dies lässt darauf schließen, dass in der Tat neue Produkte heute angekündigt werden.

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"It's all about music!" - Dieser Hinweis von Steve Jobs zu Beginn seiner Keynote ist eigentlich überflüssig. Ähnlich auch die Selbstbeweihräucherung der Marktposition, die Apple mit iTunes und dem iTMS mittlerweile besitzt. Jobs sagt: "Wir verkaufen pro Tag gegenwärtig 1,8 Millionen Songs, in den Vereinigten Staaten hat iTunes einen Marktanteil von 82 Prozent.".
Überrascht und erfreut zeigt sich Jobs beim Thema Podcast: Mittlerweile gebe es über 15.000 Einträge von unterschiedlichen Angeboten und wöchentlich kämen weitere 1000 dazu. Und die Anzahl der Abos hat die Zahl von 7.000.000 schon überschritten.

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Der iTunes Music Store soll demnächst weitere Hörbücher aufnehmen. Jobs kündigt an, dass iTMS-Kunden demnächst die komplette Harry-Potter-Sammlung dort erhalten können – und ein iPod-Sondermodell soll es auch geben.

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Madonna, die "Queen of Pop" ist Überraschungsgast auf dem Event. Allerdings ist sie nicht selbst in San Francisco, sondern mittels einer iCat-AV-Konferenz zugeschaltet. Madonna spricht von London aus, wohin der Event per Stalliten-Verbindung ebenfalls übertragen wird. bisher waren ihre Alben im iTMS nicht zu finden, nun kommen ihre 15 LP dort in die digitalen Regale.

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iTunes 5 heute verfügbar
Wie in iPhoto können mit der neuen iTunes-Version Wiedergabelisten in Ordnern verwaltet werden. Der Versionen für Mac und Windows sind weiterhin gratis und ab heute, wahrscheinlich mit Ende der Verantaltung, zu beziehen. Windows-Anwender können von nun an mit iTunes 5 ihre Kontaktdaten und Termine mit dem iPod synchronisieren. Darüber hinaus gibt es jetzt eine "Smart Shuffle"-Funktion in iTunes: Wer nur bestimmte Lieber eines Künstlers oder eines Albums hören möchte, liegt damit genau richtig. Eltern können zudem die Kindersicherung einschalten, damit der Nachwuchs nicht Musik kaufen kann, die nicht für junge, amerikanische Ohren gemacht ist.

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"Davon habt ihr bestimmt schon gehört" - das iTunes-Handy ist da
Jobs präsentiert das Motorola Mobiltelefon ROKR. "Davon habt ihr bestimmt schon gehört", scherzt der Apple-Chef und greift damit die Spekulationen der vergangenen Wochen auf. Wie erwartet wird das Handy per USB an einen Mac oder PC angeschlossen und – wie ein iPod Shuffle – befüllt: per Autofill, mit zusätzlicher Codierung zu AAC 128 kBit. Wie ein iPod Shuffle hat es den Zufallsmodus und kein Click Wheel – aber natürlich ein Display. Die Speicherkapazität gibt Jobs mit 100 Songs an, das entspricht einem Speicher von wahrscheinlich 512 MB. Apple hat Madonna und andere Künstler für die Werbekampagne gewonnen, in Nordamerika übernimmt der Netzbetreiber Cingular Wireless exklusiv den Vertrieb. Slogans der Kampagne sind "Kiss + Tell", Smashblabbermouth" und "Mattew Sweet Talk".

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Zur Zeit spricht der Cingular-CEO Ralph de la Vega über die nun verwirklichte Vision von Konvergenz bei Unterhaltung , Computer und Kommunikation. Er verspricht: "Ihr bekommt eure Musik auf euer Handy, überall und jederzeit – mit dem weltbesten Musikdienst von Motorola und Cingular."

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Der iPod Mini ist tot - es lebe der iPod Nano
Steve Jobs resümiert den Erfolg des iPod, 74 Prozent Marktanteil habe dieser unter den MP3-Player (diese Zahl bezieht sich wahrscheinlich auf den US-Markt)) - und im Gegensatz zu zwei Millionen Portable Play Stations habe Apple im selben Zeitraum, nämlich dem letzten Quartal, sechs Millionen iPods verkauft. VW und Audi haben heute angekündigt, für ihre Autos einen Einbausatz für die iPods anzubieten, ebenso Honda und die Honda-Marke Acura.. Für 2006 rechnet Jobs mit einem Anteil von 30 Prozent der verkauften Autos, die eine iPod-Option anbieten.

Ziemlich "fett" werde es jetzt, verspricht Jobs, "Apple tauscht etwas Altes gegen etwas Neues aus ". Der iPod Mini verschwindet aus dem Portfolio, dafür kommt der "iPod Nano": 1000 Songs Kapazität, weißes Gehäuse, Farbdisplay und Photo-Unterstützung. Navigiert wird mit einem Click Wheel. 80 Prozent kleiner ist der Nano als ein normaler iPod, im Vergleich mit dem iPod Mini ist das neue Modell vom Volumen 62 Prozent kleiner und nur halb so dick. Am Boden - wie bisher - der Dock Connector, so dass bestehendes Zubehör weiter benutzt werden kann.

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Der iPod Nano scheint wie gemacht für Sportler: Er besitzt einen neuegrafisch-analoge Uhr, eine Stoppuhr mit Rundentimer und ceinige Spiele. Und neben der Standard-Farbe Weis gibt es den "Kleinen" auch in Schwarz, "weil es so cool aussieht". Ab heute ist der iPod Nano in Größen von 2 GB (199 US$) und 4 GB (249 US$) erhältlich. Passendes Zubehör gibt es auch: ein Dock (29 $), ein Halsband mit integrierten Kopfhörern (39 $), farblich unterschiedlich Armbänder, wie man sie vom iPod Mini kennt , zu 29 $ - und "Nanotubes" (Nanosocken) im Fünfer-Pack für ebenfalls 29 $.

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Es ist vorbei
Mit dem Auftritt des R&B-Künstlers Kayne West - er performt "All falls down" und "Gold Digger" für das Auditorium - ist die Keynote beendet. Brav bedankt er sich bei Steve Jobs für die Auftrittsmöglichkeit und sagt noch: "Danke, dass Sie mein Leben viel einfacher gemacht haben. Ich erinnere mich noch daran, als ich Tapes (Kasetten) hatte."

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