972674

Warten auf iTunes 7.3.1

05.07.2007 | 16:43 Uhr |

Wer weder ein Apple TV-System im Wohnzimmer stehen hat noch ein iPhone in der Tasche, der muss sich die seit knapp einer Woche verfügbare iTunes-Version 7.3 auch nicht herunterladen.

Denn ihm bringt sie kaum Vorteile. Wer sie allerdings bereits installiert hat, kämpft seitdem vielleicht mit erheblichen Schwierigkeiten, die die Aktualisierung mit sich bringen kann. Dann ist guter Rat teuer: Einige Lösungsvorschläge lassen sich ausprobieren, dann bleibt nur noch der Rückgriff auf die Vorversion 7.2 - und damit die Deinstallation von Hand.

Die Veröffentlichung des iPhone hat Apple ohne größere Schwierigkeiten über die Bühne gebracht, indes scheint der Zeitdruck doch erheblich gewesen zu sein. Denn die Aktualisierung zweier Applikationen, die eng mit der Markteinführung des Mobiltelefons zusammenhängen, bereitete und bereitet vielen Anwendern noch erhebliche Probleme: Während die Betaversion des neuen Safari-Browsers inzwischen aber schon bei einer recht stabilen Version 3.0.2 angelangt ist, liegen für iTunes 7.3 noch keine Bugfixes vor - und diese Applikation ist nicht nur keine Beta, Apple bietet die Vorversion 7.2 auch gar nicht mehr an.  

Das ist neu

Die offensichtlichen Neuerungen der neuen iTunes-Version betreffen vor allem das iPhone, das sie unterstützt, aktiviert und abgleicht. Besitzer eines Apple TV können außerdem Fotos von jedem Rechner im Netzwerk auf den digitalen Medienhub streamen. Darüber hinaus liegen einige Veränderungen im Detail. Vielen Anwendern fällt sogleich die neue Sortierung ihrer Mediathek auf: iTunes 7.3 nennt Interpreten, deren Name mit einer Zahl beginnt, nicht mehr vor, sondern nach denen mit einem Buchstaben am Anfang des Namens. Zudem blendet die Sortierung eine größere Auswahl von bestimmten und unbestimmten Artikeln in mehreren Sprachen aus: "The Beatles" landen unter B, "Die Fantastischen Vier" unter F und "A Tribe called Quest" jetzt erstmals unter T. Größere Schwierigkeiten bereitet die neue Sortierung - es sei denn, man kann sie nicht ausstehen - anscheinend nur in der französischen und der spanischen Lokalisierung der Software. Wer seine Filme in iTunes verwaltet, hat durch die neue Version noch mehr Vorteile: In die Mediathek lassen sich jetzt auch Dateien mit einer Größe von mehr als vier Gigabyte einpflegen. Darüber hinaus lassen sich mehr Formate, MOV-Dateien zum Beispiel, mit einem Cover versehen.  

Ein Fehler für alle

So klein die Liste der Neuerungen ist, so klein ist auch die der hinzugekommenen Fehler. Einer von ihnen allerdings ist so gravierend, dass Foren und Diskussionsgruppen voll von Klagen, Problembeschreibungen und möglichen Lösungsvorschlägen ist. Fehler "(-50)" ist es, der die Anwender auf die Palme treibt: "The iTunes library file cannot be saved." Wenn die iTunes-Mediathek sich nicht mehr speichern lässt, können verschiedene Kuren helfen oder auch scheitern. Bevor man die verschiedenen Lösungsvorschläge durcharbeitet und dabei riskiert, seine komplette Musiksammlung zu verlieren, sollte man zunächst aber dringend eine Sicherung anlegen. Doch auch danach muss man sich überlegen, ob man wirklich selbst Hand anlegen möchte oder ob man nicht lieber auf iTunes 7.3.1 oder eine andere Lösung des Herstellers wartet. Recht einfach ist zudem die manuelle Neuinstallation von iTunes 7.2, die im Regelfall alle Probleme löst.  

Von Grund auf neu

Eine Möglichkeit, Fehler "(-50)" zu vermeiden, ist es, die iTunes-Bibliothek von Grund auf neu aufzubauen. Dazu wird die Datenbank gelöscht und neu aufgebaut - der Hersteller selbst beschreibt in einem älteren Support-Dokument , wie das geht. Allerdings hat diese Methode einen gravierenden Nachteil: Die Informationen, die nicht in den Tags der einzelnen Titel gespeicherte sind, gehen dabei unwiederbringlich verloren. Dazu gehören unter anderem der Stand des Wiedergabezählers und das Datum, an dem man einen Titel hinzugefügt oder zum letzten Mal abgespielt hat. Außerdem verschwinden Wiedergabelisten und manche Einstellungen zur Darstellung.  

Weg mit den Podcasts

Bei manchen Anwendern ist Fehler "(-50)" anscheinend auf Podcasts zurück zu führen, die fehlerhaft in der Mediathek gespeichert sind. In den Apple-Diskussionforen raten mehrere User: Sichern Sie alle Einträge in der Rubrik Podcasts Ihrer iTunes-Mediathek per Drag-and-drop in einem neuen Verzeichnis Ihres Schreibtisches. Löschen Sie danach in der Apple-Software alle Podcasts und starten Sie die Applikation neu. Sollte Fehler "(-50)" daraufhin verschwunden sein, können Sie die Podcast-Dateien zurück in die Mediathek kopieren.  

Zurück zu iTunes 7.2

Wer iTunes 7.3 nicht benötigt und Probleme damit hat, wünscht sie vielleicht die gute alte Vorversion 7.2 zurück. Apple hat sie zwar nicht mehr als Download im Angebot, im Internet aber ist sie trotzdem noch zu finden. MacFixIt rät : Löschen Sie die iTunes-Programmdatei aus ihrem Ordner Programme. Löschen Sie danach die Datei com.apple.iTunes.plist aus dem Unterverzeichnis /Library/Preferences Ihres Benutzerordners. Im Stammverzeichnis Ihrer Festplatte finden Sie zudem den Ordner /Library/Receipts: Löschen Sie dort die Dateien iTunes.pkg und iTunesX.pkg. Danach können Sie iTunes 7.2 installieren. Bild: diverzify / Andy Mc, "Waiting". Some rights reserved. Flickr

0 Kommentare zu diesem Artikel
972674