1454833

Update auf OS X 10.7.4

10.05.2012 | 09:12 Uhr |

Das Update für Lion schließt viele Sicherheitslücken und behebt einige kleinere und größere Fehler - so ist nun auch ein Problem mit unverschlüsselten Filevault-Passwörtern behoben.

Wie gewohnt gibt es das aktuelle Systemupdate für OS X Lion in vier Fassungen: Ein normales Update für Client und Server, das die vorhergehende Version 10.7.3 auf den aktuellen Stand bringt, sowie zwei Combo-Updates, mit denen sich jede vorherige Version von Lion aktualisieren lässt. Sehr willkommen ist, dass in 10.7.4 die Option "Beim nächsten Anmelden alle Fenster wieder öffnen" im Ausschaltdialog sich jetzt dauerhaft deaktivieren lässt, das sich das System die Einstellung nun merkt. Dann werden beim nächsten Neustart nicht alle Programme automatisch gestartet, die beim Ausschalten noch aktiv waren. Bei der Zusammenarbeit von OS X mit SMB-Servern hat Apple den Fehler behoben, der das Sichern von Dateien auf dem Server verhindert hatte. Hand angelegt haben die Programmierer auch an die Kommunikation mit WebDAV-Servern und Active Directory sowie dem Verzeichnisdienst NIS. Nach der Systemaktualisierung sollte zudem die Option "Auf alle Unterobjekte Anwenden" korrekt arbeiten, wenn man die Zugriffsrechte für ein Verzeichnis im Finder ändert. Neu hinzugekommen in 10.7.4 ist außerdem die Unterstützung des RAW-Formats dieser Kameramodelle: Canon EOS 5D Mark III und Powershot G1 X, Nikon D4 und D800, Panasonic Lumix DMC-GX1, Lumix DMC-FZ35 und Lumix DMC-FZ38, Samsung NX200 sowie Sony Alpha NEX-7 und Sony NEX-VG20.

OS X Lion Update 10.7.4 (Client)

OS X Lion Update 10.7.4 (Client Combo)

OS X Lion Update 10.7.4 (Server)

OS X Lion Update 10.7.4 (Server) Combo

Mehr Sicherheit

Sicherheitstechnisch hat Apple das Problem behoben, dass manche Passwörter als Klartext gespeichert wurden. Betroffen waren davon die alte Version von Filevault, die man aus Snow Leopard zu Lion übernommen hatte, sowie auf AFP-, NFS- oder SMD-Servern abgelegte und von dort aktivierte Benutzerordner. Das Update löscht jedoch nicht im Klartext gespeicherten Passwörter, sondern man muss dies selbst tun. Eine Anleitung ist unter http://support.apple.com/kb/TS4272 zu finden. Weitere Sicherheitslücken hat Apple unter anderem beim Gastzugang zum Rechner, bei der verschlüsselten Übertragung über SSL und TLS ins Internet, beim Aktivieren eines Disk Images, bei der Handhabung von Zertifikaten, dem Auspacken von Archivdateien und in Quicktime geschlossen. Diese hätten dazu ausgenutzt werden können, Schadcode einzuschleusen oder Zugang zu Benutzerkonten beziehungsweise anderen Informationen zu erlangen.

Safari 5.1.7

Zusammen mit OS X 10.7.4 wird auch Safari 5.1.6 installiert. Diese Version ist jedoch nicht mehr aktuell, weshalb man nach dem Update auf 10.7.4 auch noch ein Update auf Safari 5.1.7 angeboten bekommt, das man ebenfalls installieren sollte. Das Update schließt drei Sicherheitslücken in Webkit, die zum Einschleusen von Schadcode, einem Angriff über ein Cross-Site-Scripting oder zur Eingabe falscher Angaben in Webformulare hätten ausgenützt werden können. Außerdem deaktiviert Safari nun automatisch Flash, wenn das Plug-in nicht mehr aktuell ist, und fordert zur Installation der aktuellen Version auf. Zudem kommt Safari jetzt besser zurecht, wenn nur noch wenig Arbeitsreicher verfügbar ist und bleibt nicht mehr hängen, wenn man eine Webseite per Geste vergrößert oder verkleinert hat. Safari 5.1.7 gibt es auch für Snow Leopard und Windows.

Safari 5.1.7

0 Kommentare zu diesem Artikel
1454833