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Warum die Programme in Snow Leopard schrumpfen

25.06.2008 | 16:08 Uhr |

Disclaimer: Dieser Artikel verstößt gegen keine Verschwiegenheitserklärung (NDA). Er bezieht sich auf Erklärungen, die der gesunde Menschenverstand Jacobi, 21 Jahre alt, männlich und Absolvent des MIT, eingeben hat. Dieser erklärt in seinem Blog, was nib-Pakete sind und warum sie für den Verlust von Megabytepfunden in Snow Leopard verantwortlich sind oder sein könnten.

Fast jede Mac-OS X Applikation hat mindestens ein .nib-Paket - dieses beinhaltet die Information, wie ein Fenster angezeigt werden soll. Es wird üblicherweise über den Interface Builder erstellt. Diese Datei kann sehr groß werden, in Mail.app belegt sie von 289 Megabyte ganze 223 Megabyte. In jedem .nib-Paket stecken mehrere kleinere .nib-Dateien wie classes.nib, info.nib und neuerdings auch designable.nib. Letztere ist auch der Speicherfresser. Jacobi stellt fest , dass man in Mail.app fast 200 Megabyte sparen kann, wenn man diese Dateien löscht - was man beruhigt machen könne, da sie nach dem Compiler-Durchlauf des Programmes überflüssig seien. Über 4500 Stück der designable.nib-Dateien befinden sich auf unserem Testrechner mit Mac OS X 10.5.3. Der Entwickler hat den Test gemacht und die designable.nib-Dateien bei verschiedenen Programmen entfernt, die Größe der Programme gleicht sich in den meisten Fällen jenen in Mac OS 10.6 an. Zumindest so ungefähr. Das letzte Quentchen fehlt, teilweise musste Jacobi weitere überflüssige Dateien löschen und zum Beispiel die Sprache auf Englisch beschränken. Aber Achtung: Wer .nib-Dateien jetzt anrührt, entsorgt oder schief ansieht sollte genau wissen, was er oder sie tut - Experimente geschehen auf eigene Gefahr.

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