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Warum wir noch keine Aliens gefunden haben? Sie sind alle tot.

25.01.2016 | 09:27 Uhr |

Die Anzahl der Sterne und Planeten im Universum sind unzählbar. Die Erde ist nur ein kleiner, blauer Punkt, der einen Stern umkreist. Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Universum noch auf anderen Planeten Leben existiert, sollte dementsprechend hoch sein - trotzdem haben wir bis jetzt noch kein außerirdisches Leben entdecken können. Und das hat einen bestimmten Grund.

Die Tatsache, dass wir bisher noch kein außerirdisches Leben im Universum entdeckt haben, ist auch unter der Bezeichnung „Fermis Paradoxon“ bekannt. Ein anderer hypothetischer Ansatz besagt , dass der „Große Filter“ von Anfang an die Bedingungen für die Evolution von intelligentem Leben stark eingrenzt. Laut Hypothese kann außerirdisches Leben bis zu einem gewissen Zeitpunkt entstehen, bis ein großer Filter es daran hindert, sich weiterzuentwickeln.

Aditya Chopra und Charley Lineweaver sind beides Astrobiologen an der Australian National University. Sie haben diese These weiter modifiziert und glauben, dass der Großteil des Lebens noch vor jeglichen evolutionären Prozessen ausstirbt. „Das Universum ist höchstwahrscheinlich mit bewohnbaren Planeten gefüllt, so viele Wissenschaftler sind der Meinung, dass es an außerirdischem Leben überfüllt sein müsste“, sagte Chopra. „Frühes Leben ist fragil und wir glauben, dass es sich nicht schnell genug entwickeln kann, um zu überleben. Zudem sind die meisten planetarischen Umgebungen sehr labil. Um also einen bewohnbaren Planeten zu haben, bedarf es Lebensformen mit regulierten Treibhausgasen, sowie Wasser und Kohlenstoffdioxid, um lebensfähige Temperaturen zu ermöglichen.“

Die Hypothese, welches das Team „Gaian Bottleneck“ nennt, befasst sich damit, dass, während viele Planeten zwar die Voraussetzungen für die Entwicklung von Leben mitbringen, diese irgendwann einen unhaltbaren Zustand erreichen. Als Beispiel dienen hier Venus und Mars, die vor rund vier Milliarden Jahren der Erde sehr ähnlich waren.

Ab einem gewissen Zeitpunkt, schätzungsweise rund eine Milliarde Jahre später, wurde die Venus zu heiß, um dem Leben weiterhin Evolution zu ermöglichen. Der Mars hat seine Atmosphäre und sein Wasser verloren, sodass mögliches Leben ausstarb. Natürlich ist der Sachverhalt etwas komplizierter. Hinweise deuten darauf hin, dass das Leben auf der Erde erst deshalb erfolgreich war, weil das Leben selbst den Planeten bewohnbar gemacht hat.

Bis heute wurden 1.039 Planeten als potenzielle Kandidaten für mögliches Leben eingestuft. Die NASA glaubt, dass sich außerirdisches Leben innerhalb des Sonnensystems, wenn überhaupt, wahrscheinlich in einem mikrobiellen Zustand befindet. „Eine faszinierende Prognose des Gaian Bottleneck Models ist, dass die überwiegende Mehrheit der Fossile im Universum von ausgestorbenen mikrobiellem Leben stammen wird, und nicht von mehrzelligen Spezies, wie beispielsweise denen von Dinosauriern oder Menschen, die Milliarden Jahre an Evolution erfahren haben“, erklärte Chopra.

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