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Was Analysten über die iWatch denken

19.02.2013 | 15:58 Uhr |

Apple plant angeblich eine intelligente Armbanduhr mit dem vermuteten Namen iWatch, laut Wall Street Journal laufen sogar bereits Verhandlungen mit Hon Hai über die Fertigung der Smartwatch. Zeit für muntere Spekulationen, was die iWatch können soll und wie sich sich von bereits bestehenden Angeboten abheben kann.

Unseren Kollegen der Macworld hat etwa der IDC-Analyst Ramon Llamas seine Ansichten dargelegt, der eine iWatch für eine "elegante Idee" hält. Die Entwicklung gehe hin zum "wearable Computer" als Kleidungsbestandteil oder Accessoire, eine Armbanduhr sei daher sehr praktisch. Denn so müsse man nicht einmal bewusst einen Computer um sein Handgelenk schnallen, sondern einfach nur eine Uhr anlegen. Die iWatch dürfe aber keineswegs ein zusätzliches Telefon sein, sondern könne das iPhone nur sinnvoll ergänzen. Einen Anruf oder einen Videochat mit der Armbanduhr anzunehmen, halte Llamas für "dumm". Die Smartwatch könnte aber wertvolle Dienste dabei leisten, Daten wie die Pulsrate aufzuzeichnen und an andere Geräte weiter zu geben. Mit einem integrierten NFC-Chip wäre eine iWatch auch ein ideales Zahlungsmittel . Statt der Kasse das iPhone aus der Tasche zu ziehen, müsse man nur noch die Uhr am Handgelenk vor einen Scanner halten, schlägt Llamas vor.

Andere Experten halten eine Smartwatch für eine ideale Erweiterung des iPhone-Bildschirms, der etwa Erinnerungen oder eingehende Nachrichten anzeigen könnte. Sogar als Eingabegerät für Sprachassistenten wie Siri sei die iWatch sinnvoll. Als tragbarer Computer (im Sinne von "wearable") könnte eine iWatch laut Ramon Llamas auch mehr Menschen ansprechen als Google mit seinem Glasses-Projekt: "NIcht jeder von uns trägt eine Brille".


Da aber auch immer weniger eine Armbanduhr tragen und sich leiber von ihrem Smartphone die Zeit mitteilen lassen, hält Jack Gold von J. Gold Associates die Idee für noch nicht überzeugend: "Was wären die Vorteile des Produkts? Ersetzt es mein iPhone, das zuvor den iPod ersetzt hat?"

Wenig Ideen, wie sich Apple von der Smartwatch-Konkurrenz absetzen könnte, hat auch Karl Volkman, CTO der Unternehmensberatung SRV Network: "Eine iWatch müsste signifikant bessere Funktionen bieten als Konkurrenzprodukte." Schon vor zehn Jahren hat Microsoft auf der CES ein Konzept gezeigt und es Smart Personal Objects Technology genannt. Mehrere Hersteller haben seither einzelne Ideen daraus aufgegriffen, bisher hat sich noch kein Produkt als kommerzieller Erfolg erweisen. Das Thema "Wearable Computing" werde aber laut der Gartner-Analystin Carolina Milanesi den Mobile World Congress in Barcelona bestimmen.

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