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Was Apple beim iPhone 5C falsch gemacht hat

21.02.2014 | 06:56 Uhr |

"Apple kann nicht billig" - Das iPhone 5C sei aber als solches verstanden worden und deshalb gescheitert, erklärt ein Insider.

Das iPhone 5C, mit dem Apple neue Märkte und Zielgrupen ansprechen wollte, gilt bei vielen Marktbeobachtern als gescheitert. Auch Apple räumt indirekt ein, dass von den rund 50 Millionen iPhone-Verkäufen des letzten Quartals weniger als erwartet auf das Gerät mit Kuststoffgehäuse entfiel. Ken Segall, früherer Marketingdirektor bei Apple, erklärt in seinem Blog , was Apple mit dem Gerät falsch gemacht hat und gibt vor allem der Werbekampagne die Schuld dafür. Apple selbst habe dafür gesorgt, dass das nur 100 Euro günstigere iPhone als "billig" empfunden wurde, mit einem einzigen Begriff, den Chefdesigner Jony Ive im Promovideo hat fallen lassen: "unapologetically plastc". Was als "Kunststoff, für den man sich nicht entschuldigen muss" gemeint war, sei bei den Kunden einfach nur als "Plastik" angekommen - dem Image Apples widersprechend. "Apple macht Produkte für Leute, die sich für Gestaltung, Einfachheit und hohe Qualität interessieren," erklärt Segall. Wenn Apple auch nur einem der Bereiche Kompromisse mache, widerspreche das der "obersten Direktive". "Billig" sei eben nicht der Grund, warum sich Kunden den Produkten Apples zuwenden. Das gleiche Problem bekämen Hersteller von teurer Markenkleidung oder Luxusautos, würden sie eine kostengünstigere Reihe auflegen. Und wirklich "billig" ist das iPhone 5C nach wie vor nicht - sondern liefert die bewährte Spitzentechnik des Vorjahres in einem Gehäuse, für das sich Apple nicht schämen wollte.

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