998285

Was Jailbreak-Software besser kann

26.07.2008 | 10:49 Uhr |

Der App Store hat das iPhone und den iPod für Drittanwender geöffnet. Endlich gibt es eine große Auswahl an Software für diese mobile Plattform. Aber viele Funktionen wird es im App Store nie geben, weil Apple sie in seinen Bedingungen des SDK verbietet.

Der App Store vom iPhone aus
Vergrößern Der App Store vom iPhone aus

Apple hat den iPhone-Entwicklern strenge Regeln auferlegt. Es gibt Grenzen, was Programme dürfen und wo Schluss ist. Leider verhindern diese Beschränkungen viele schöne Funktionen. Beschränkungen, die Entwickler für Jailbreak-Geräte nicht haben. Im Vergleich zu den Jailbreak-Geräten ist der App Store für die meisten Entwickler in vielen Fällen sicher die attraktivere Alternative. Hier erreichen sie Millionen Nutzer gleichzeitig, bekommen viel Aufmerksamkeit durch die Presse und nicht zuletzt: Die Nutzer zahlen auch noch für gute Software.

Aber es gibt auch Gründe, die gegen den App Store sprechen. Zum Beispiel dann, wenn ein Programmierer die Grenzen des SDK sprengen will und über die von Apple erlaubten Funktionen hinaus will. Jailbreak-Programmierer sind freier, ihre Software darf mehr. Deshalb gibt es einige Funktionen, die Software aus dem App Store nie haben wird, freie Software aber schon lange hat:

Verboten: Die Hardware

Im Gegensatz zu freien Programmierern haben SDK-Abhängige weniger Zugriffsrechte auf die Hardware des iPhones. Der bekannte iPhone-Entwickler Jonathan Zdziarski sagte dem Blog Gizmodo: "Viele der hardwarenahen Funktionen sind im SDK versteckt. Wenn man die Bedingungen einhalten will, gehen viele Funktionen zu weit". So sind Funktionen, die allzu nah an Hardware wie die Kamera oder andere Komponenten ansetzen, von Apple nicht erwünscht.

Verboten: Hintergrundprozesse

Auf der WWDC 2008 erklärte iPhone-Softwarechef Scott Forstall, warum es keine Hintergrundprozesse auf dem iPhone gäbe. So würden diese permanent am der Akkulaufzeit saugen und den Prozessor ständig ausbremsen. Damit hat er Recht, dennoch ist das Verbot eine große Einschränkung. Instant Messenger sind so nicht möglich. Denn unter der Software 2.0 werden Programme vollständig geschlossen, wenn man in das Menü zurückkehrt.

Apple will den Nutzern entgegen kommen und deshalb ab Herbst einen Push Notification Service anbieten. Dies soll ein Dienst sein, der permanent mit dem Gerät in Verbindung steht und Benachrichtigung wie neue eingehende Chat-Nachrichten meldet. Dennoch verhindert das strikte Verbot von Hintergrundprozessen beispielsweise auch, dass Daten von einem Programm zu einem anderen übertragen werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
998285