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Was Open Source für Swift 2 bedeutet

15.06.2015 | 12:46 Uhr |

Apple deklariert die hauseigene Programmiersprache Swift als Open Source. Was das bedeutet und was Entwickler davon halten.

In der Keynote zur WWDC räumte selbst Apples Craig Federighi den Schritt als untypisch für das Unternehmen ein. Cupertino leitet damit ein völlig neues Kapitel ein. Swift hat Apple vor einem Jahr auf der WWDC vorgestellt, Swift hat Objective-C als die bevorzugte Programmiersprache für die Erstellung von Apps abgelöst. Zu dem Schritt in Richtung Opern Source könnte Apple die Entwickler-Gemeinde und deren Philosophie der Quelloffenheit gedrängt habe.

Google betreibt viele der eigenen Projekte als Open Source , insbesondere das mit iOS konkurrierende mobile Betriebssystem Android. Mit Microsoft geht ein weiterer Großkonzern auf die Benutzer zu, und veröffentlicht mehr und mehr unter offenen Lizenzen . Auch werden Entwicklungsumgebungen nun für sämtliche Plattformen angeboten.

Alles nur Marketing?

Am Ende steht hinter all den Schritten der Kampf um Entwickler und Aufmerksamkeit. Die Plattformen gleichen sich immer mehr wie ein Ei dem anderen. Selbst tiefgreifende Mechanismen innerhalb der mobilen Betriebssysteme sind kaum voneinander zu unterscheiden. Mit der Ausweitung auf Uhren und andere Geräte im Haushalt kommt es darauf an, App-Hersteller und neue Entwickler für sich zu gewinnen.

Auch bedeutet Open Source nicht gleich volle Offenheit. Apple selbst hat mit APSL eine eigene Lizenz erstellt, um die eigenen Produkte vor Manipulation zu schützen. Auch dürfte zu erwarten sein, dass Apple immer noch die Marschrichtung vor gibt. Der Unterschied besteht in der Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und dem Erlernen neuer Funktionen beim Blick in den Quellcode.

Neue Marschroute unter Tim Cook

Mit dem iPhone 6 Plus, einem neuem, intelligentem System hinter Siri und der eigenen Kartenanwendung: Apple geht frontal gegen Google und Microsoft, anstatt sich wie bisher auf die eigene Nische zu konzentrieren. Schritte wie die Offenlegung der eigenen Schritte und Produkte sind ein weiterer Schritt um Nutzer im eigenen Universum zu halten, und sogar attraktiv für bisherige Google-Anhänger zu bieten.

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