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Wearables: Apple hat das Gesundheitswesen im Visier

18.08.2014 | 07:55 Uhr |

Motiviert ist der Schritt nicht zuletzt durch die Erwartungen der Analysten, die den Markt für medizinische Apps und Dienste in den nächsten fünf Jahren in den USA alleine auf rund 30 Millionen US-Dollar schätzen.

Zwei Monate nach der Vorstellung auf der WWCD 2014 soll Apple seine Health-App mit führenden Forschungskliniken und Gesundheits-Zentren in den USA diskutiert haben, berichtet Technewsworld. Laut Reuters haben letzte Woche Mount Sinai, die Cleveland-Klinik, das Johns Hopskin Medizin-Zentrum in Baltimore und das börsennotierte Gesundheitsdienst-Unternehmen Allscripts mit Apple das Potential und den möglichen Einsatz der Healthkit-Schnittstellen diskutiert. Nike und die Mayo-Klinik haben seit Jahren Partnerschaften mit Apple. Die Mayo-Klinik testet mit Apple derzeit einen Dienst, der zum einen die Patienten warnt, sobald eine App abnormale Daten sammelt und zum anderen mehr Informationen über die Daten und mögliche Behandlungen anrät.

Auch wenn Apples App Healthkit erst mit dem iPhone 6 unter iOS 8 im Herbst kommen wird, unternimmt die gemeinnützige Forschungs-Stiftung Kaiser Permanente derzeit bereits eine ganze Reihe von Pilot-Studien, die Healthkit einsetzen, berichtet Reuters.

Traditionell ist das Gesundheitswesen schwerfällig beim Annehmen von neuen Technologien, aber Apple soll daran arbeiten, dies künftig rapide zu ändern. Während der Einsatz von iPhone und iPad mit medizinischen Apps sich im Gesundheitswesen bereits erfolgreich durchgesetzt hat, hat Apple noch lange nicht das Marktsegment im Griff.

Auch Google investiert weiter in dieses Marktsegment. Zwar wurde Google Heath in 2011 als Flop eingestellt, aber im letzten Jahr hat Google die Gründung der Firma Calico angekündigt, die sich auf Gesundheit und Wohlbefinden konzentrieren will und forscht, wie Technologien den Alterungsprozess und die damit verbundenen Krankheiten aufhalten können. Google konzentriert sich zur Zeit in erster Linie auf Lösungen für Entwickler, während Apple mehr über Datenschutz und Speicherung spricht. Aber grundlegend arbeiten beide Firmen an ähnlichen Diensten.

Auch Samsung nimmt an diesem Wettbewerb teil und stellte sowohl die Plattform SAMI als auch die Gesundheits-App S vor, aber das Konzept ist laut Marktforschern noch nicht ausgereift genug, um genügend Interesse bei den Entwicklern anzuregen.

Harry Wang, Analyst für Gesundheitsforschung bei Parks Associates, erwartet, das der eigentliche Durchbruch der neuen Technologien im Gesundheitswesen durch Wearables komen wird. Eingebaute Technologien, wie die iWatch, werden die Daten an Smartphones weiterleiten und völlig neue Dienste anbieten können, schwärmt Wang.

 

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