943896

Web 2.0: Ein neues Internet erscheint am Horizont

28.10.2005 | 13:12 Uhr |

Anlässlich der Web 2.0-Konferenz sehen Analysten den einzelnen PC bald schon zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Was kommt, das sind kleine Programme und Services im Internet. Google und Yahoo machen schon jetzt große Schritte in diese Richtung.

Google Logo
Vergrößern Google Logo

Auf der diesjährigen Web 2.0-Konferenz trafen sich zahlreiche namhafte Firmen wie Google, Microsoft oder Apple, um über die Zukunft des Internets zu diskutieren. Dabei bestand laut eines Berichts der Süddeutschen Zeitung Einigkeit darüber, dass alle zu einer neuen Geisteshaltung kommen müssten, denn die Grenzen zwischen Anbieter und Konsument von Informationen verwischen immer mehr. Die Schaffung benutzergenerierter Inhalte mit Hilfe von so genannter „Social Software“, (Video-)Blogs oder Podcasts haben ihren Teil dazu beigetragen. Vielmehr müsse sich also jeder immer mehr als Teil einer großen Einheit verstehen, so Charlene Li, Internet-Analystin bei Forrester Research. Dabei soll der Web-Dienstleister User-Inhalte genauso ernst nehmen, wie jene aus professionellen Quellen. Yahoo habe dies mit der integrierten Suche nach Blog-Einträgen bereits realisiert.

Tim O'Reilly, Chef des gleichnamigen Fachbuchverlages, treibt diesen Gedankengang weiter und behauptet, dass das Internet aus dieser großen Einheit längst schon Linux-Benutzer gemacht habe. Alle, die mit Google oder Yahoo arbeiten, nutzen Suchmaschinen, die auf diesem offenen Betriebssystem basieren. Den Beitrag, welchen geschlossene Systeme wie Windows in diesem Kreislauf liefern, sieht er immer mehr schwinden.

Das so genannte Konzept der Open-Source-Entwicklung, bei der einzelne Softwaremodule von unabhängigen Entwicklern zusammen gebastelt werden, soll sich demnach auch auf Internetdienste ausweiten. Als Beispiel nennt Li die zahlreichen Online-Dienste, welche Google und Yahoo bereits im Angebot haben. Dazu gehört unter anderem „google earth“, „yahoo maps“ oder Googles jüngster Service, mit dem sich Flugpläne abchecken lassen. Datenschützer mahnen jedoch zur Vorsicht. Letzen Endes würde Geld damit verdient, aus den Benutzerdaten Werbeangobte zu schaffen.

Info: Süddeutsche Zeitung

0 Kommentare zu diesem Artikel
943896