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Yahoo öffnet Internetportal für Facebook und Co

22.07.2009 | 07:31 Uhr |

Der Internetkonzern Yahoo überarbeitet seine Website grundlegend und öffnet sich für Inhalte und Dienste fremder Anbieter.

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Eine Testversion des neuen Designs sollte am Dienstag in den USA an den Start gehen, bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der deutsche Web-Auftritt werde «im Laufe des Jahres» umgestellt. Ein Yahoo-Manager bezeichnete die Änderungen im Interview mit dem «Wall Street Journal» als die «fundamentalsten» in der Unternehmensgeschichte. Die Website hat monatlich rund 330 Millionen Besucher.

In der neuen Version können Nutzer selbst zusammenstellen, welche Funktionen sie in einer Seitenleiste anzeigen wollen. Zur Verfügung stehen nicht nur Yahoo-eigene Dienste wie E-Mail und die auch bisher verfügbaren Nachrichten, sondern auch Programme, die den Zugriff auf fremde Websites ermöglichen - etwa die sozialen Online-Netzwerke Facebook und MySpace und den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Seitenleiste soll ab August auch in der Suchmaschine des Unternehmens eingeblendet werden. Man wolle den Nutzer stärker in den Mittelpunkt stellen, sagte Yahoo-Manager Tapan Bhat dem «Wall Street Journal». «Bisher hatte die Homepage nichts damit zu tun, was der Nutzer wollte.» Bis zum offiziellen Start im Herbst haben Mitglieder noch die Wahl zwischen altem und neuem Design.

Die «My Favourites»-Seitenleiste enthält auch Platz für Anzeigen. Damit eröffnen sich dem Konzern aus Sunnyvale im US-Staat Kalifornien neue Möglichkeiten, die hohen Besucherzahlen in Einnahmen umzumünzen. Der kriselnde Konzern hat seit mehr als einem Jahr mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. Den Umbau der Seite hatte Yahoo! bereits 2006 angekündigt, die Einführung aber mehrfach verschoben. Die neue Chefin Carol Bartz beschleunigte die Umstellung. Nach der Einführung in den USA sollen in dieser Woche Frankreich, Großbritannien und Indien folgen. Yahoo verhandelt derzeit mit dem Softwarehersteller Microsoft über eine enge Kooperation. Laut US-Medienberichten könnte es noch in dieser Woche zu einer Einigung kommen. (dpa)

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