Von Peter Müller - 20.04.2012, 07:02

Web-Entwicklung

Kritik an Facebook und Apple: Brin rudert zurück

Offenes vs. geschlossenes Web: Um dieses Thema ging in einem Guardian-Interview mit Sergey Brin, Gründer von Google
Google-Gründer Sergey Brin hatte diese Woche mit unverhohlener Kritik an Facebook und Apple aufhorchen lassen, der Guardian zitierte ihn mit der Ansicht, die Gefahren für die Freiheit des Internet seien "Größer als je zuvor". Regierungen würden ihre Bürger zu kontrollieren versuchen und Firmen wie Facebook und Apple im Web eingezäunte Bereiche errichten.
In seinem Google+-Profil rudert der Mitbegründer des Suchmaschinenriesen nun zurück, er fühle sich falsch verstanden: "Beide [Facebook und Apple, Anm. d. Red.] haben Schlüsselbeiträge für den freien Fluss von Informationen rund um die Welt geleistet." Gegenüber dem Guardian hat Brin Apple noch vorgeworfen, "Innovationen zu unterdrücken und das Web zu balkanisieren", in seinem Post schreibt Brin, dass er in keiner Weise staatliche Zensur in Zusammenhang mit Facebook und Apple gebracht habe. Der Guardian-Artikel sei zwar "gut zu lesen", doch nur eine kurze Zusammenfassung eines langen Gesprächs.
Die Berichterstattung über das Interview habe seine Aussagen deutlich verzerrt. So wolle er nun klar stellen, dass heute für das Internet die größte Gefahr ausgehe, wenn Regierungen abweichende Meinungen filtern würden. Länder wie die USA würden sich die Zensurtechniken zu Eigen machen, um gegen Piraterie und andere Vergehen vorzugehen. Diese Versuche seien gefährliche Irrungen. Seine Betrachtung von digitalen Ökosystemen seien jedoch falsch verstanden worden. Im Gegenteil bewundere er Apple für seine Produkte und wertschätze die Rolle Facebooks im Arabischen Frühling.
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