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IBM: Phishing-Angriffe gingen in 2010 drastisch zurück

04.04.2011 | 07:07 Uhr |

Sicherheitsexperten mutmaßen, dass Phishing-Attacken einfach nicht lukrativ genug sind. Betrüger spezialisieren sich wahrscheinlich lieber auf andere Gebiete, wie zum Beispiel Manipulation von Geldautomaten

Die Anzahl der Phishing -Attacken ging in 2010 gegenüber den beiden Vorjahren um über 75 Prozent zurück, belegen die jährlichen Sicherheitsanalysen von IBM. Die Häufigkeit von Spam-Einsatz blieb dagegen unverändert.

Tom Cross, ein Sicherheitsexperte bei IBM, führt einen Teil des Rückgangs der Attacken auf das Abschalten der Phishing-Organisation in Rumänien im Mai 2010 zurück, aber mutmaßt, dass Phishing sich nicht genug auszahlt. Cross schätzt, dass der Einsatz von falschen Kartenlesern in Geldautomaten wesentlich lukrativer ist und Betrüge einfach umstiegen.

Ziel der Phishing -Attacken waren auch in 2010 hauptsächlich Banken, Geldinstitute und deren Kunden. Unter den häufigsten Zielgruppen befanden sich Online-Auktionen, alle Arten von Online-Zahlungen und jede Menge Regierungsbehörden. Die beliebteste Attacke mit neun Prozent Einsatz war: "Sicherheitsalarm - Bitte bestätigen sie ihre Anmeldedaten". Der unfreiwillig komischste Angriff kam mit immerhin drei Prozent mit einem Tippfehler in der Überschrift, der auf Englisch statt zur Bank (Banking) zum Bäcker (Baking) einlud.

Die Top-Ursprungs-Länder von Phishing-Angriffen sind laut der IBM-Analyse der Webadressen Rumänien (18,8 Prozent), die USA (14,6), China (11,3), Süd-Korea (9,8) und England (7,2). Die Auswertung von Phishing-E-Mails hingegen sieht Indien mit 15,5 Prozent an der Spitze, gefolgt von Russland (10,4), Brazilien (7,6), den USA (7,5) und der Ukraine (6.3). Damit verzeichnet die Top-10-Liste für Phishing -Angriffe in 2010 nur einen Neueinsteiger: Ukraine.

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