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Wechsel zu Intel sanfter als ein Wechsel des Betriebssystems

12.07.2005 | 15:16 Uhr |

Für ihre aktuelle Ausgabe hat unsere Schwesterzeitschrift Macworld verschiedene Entwickler zum Prozessorwechsel befragt – und erhielt überwiegend zuversichtliche Stellungnahmen. Hier eine Zusammenfassung

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Der Wechsel zu Intel ist schwieriger, als nur neue Chips in die Rechner zu stecken. Fast jede Power-PC-Software muss umgeschrieben werden. Steve Jobs hatte zwar darauf hingewiesen, dass einige Applikationen wie Widgets, Scripts und Java-basierte Programme ohne Änderung auf Intel-Prozessoren laufen sollten, aber der Großteil verlangt Änderungen und ein Rekompilieren des Programmcodes.

Aber, was für Änderungen? Dazu gehört beispielsweise die umgedrehte Bitfolge ( Endian Problem ). Inter und Power-PC-Prozessoren reihen Nummern unterschiedlich. Nach Meinung von Jim Rea, Gründer der Softwarefirma Pro Vue „können Nummern, die von einem Power-PC-Prozessore auf eine Festplatte geschrieben werden, nicht von Intel-Prozessoren gelesen werden und umgedreht.“ Rea, der Pro Vues Panorama überwiegend allein geschrieben hat, weist darauf hin, dass dieses Problem nicht bei Software auftrete, die Daten auf eine Festplatte speichere (etwa Festplattenutilities). Auch Texteditoren oder andere Software, die nur mit Text umgehe, sei nicht betroffen. Wenn ein Programm schon in einer Windows-Version existiere, hätten die Entwickler sowieso schon eine Lösung gefunden. Dies reduziere das Problem auf speicherintensive Software, die bislang nur für den Mac vorliege – die sollte Rea zufolge jedoch in einigen Wochen, allenfalls Monaten umgeschrieben sein.

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