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Weg mit dem Fett: Xslimmer löst überschüssige Programmbestandteile

19.12.2006 | 12:30 Uhr |

Software spaltet Universal Binarys plattformgerecht und platzsparend auf Doppelt hält besser - zumindest in den wechselvollen Zeiten der Prozessorarchitekturen. Doppelter Code verbraucht aber auch mehr Platz - und manch Anwender wünscht sich seinen Programme-Ordner mit schlankerer Taille. Xslimmer verspricht Abnehmen ohne Reue: Weg mit den überflüssigen Universal-Binary-Bestandteilen - aber sicher!

PowerPC oder Intel? Dem Anwender von Programmen soll das eigentlich egal sein - und so bieten Software-Hersteller ihre Mac-Anwendungen als Universal Binarys an. Sie liefern Programmcode für beide Prozessorarchitekturen - verbrauchen damit auf der Festplatte aber auch mehr Platz. Xslimmer will seit einem Monat diesem Fett an den Leib rücken - am Wochenende ist mit der Version 1.1.4 eine neue Version mit überarbeiteter History- und Restore-Funktion erschienen. Das Programm kostet knapp 10 US-Dollar, ohne Lizenzcode löscht Xslimmer maximal 50 MB überschüssigen Code.

Sicher schlank - oder bequem und fett bleiben?

Wer zwei Rechner mit verschiedener Architektur nutzt, sollte sich den Einsatz dieser Schlankheitspillen gut überlegen - auch wenn das Angebot verlockend klingt. Die beliebten Freeware-Tools Monolingual oder TrimTheFat wollen den Universal Binarys übrigens ebenfalls an den Speck. Beide Programme besitzen jedoch keine Backup-Funktion wie Xslimmer - was weg ist, ist weg. So kann man plötzlich an einem Intel-Mac erleben, dass insbesondere nicht-Intel-optimierte Programme den Start in der Emulationsumgebung Rosetta verweigern - mit der Folge der Neuinstallation. Xslimmer bietet neben dem Backup als weitere Sicherheitseinrichtung eine Sperrliste (Blacklist) von Programmen, die Probleme bereiten, wenn ihnen vermeintlich überschüssige Binarys abgesaugt werden. Der Effekt hält sich jedoch in Grenzen: Unser Test mit Apple Layout-Software "Pages" entfernte auf einem Mac mini G4 aus dem 854 MB großen Programm 28 MB überschüssigen Intel-Code. Zur Bequemlichkeit neigende Anwender, die Apples Migrationsassistenten schätzen, sollten Abstand nehmen von diesen Tools - und Platzproblemen auf der Festplatte eher mit einer Kapazitätserhöhung des Massenspeichers begegnen. Denn wenn Apples Migrationsassistent neben den Benutzerdaten auch die Programme von einem alten zu einem neuen Mac übertragen soll, tappt man schnell in die Universal-Binary-Falle. Verschlankte Programme laufen dann nur noch - wenn überhaupt - in der Rosetta-Emulation. Wer dann von den Universal Binarys und somit der Intel-Optimierung profitieren will, muss alle betroffenen Programme und Systemerweiterungen neu installieren.

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