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Wegen iPod und iTMS: Apple verklagt Apple

12.09.2003 | 13:00 Uhr |

Die Plattenfirma der Beatles, Apple Corps., hat den Mac-Hersteller wegen Vertragsbruch verklagt, berichtet die Nachrichtensite Fox News.

Rechtstreitigkeiten zwischen Liverpool und Cupertino haben Tradition, schon in den frühen Achtzigern verklagte die Musikfirma Apple wegen Verwendung des geschützten Namens. Damals einigte man sich in einem Prozess, dass Apple dem Musikgeschäft fernzubleiben habe, seinen Namen jedoch behalten dürfe. Jahre später, als der Mac-Hersteller Rechner baute, die Musik über ansteckbare Lautsprecher abspielen konnten, kam die nächste Klage auf Cupertino zu. Fox News schätzt, das Apple in diesen Fällen für Gerichtskosten und Entschädigungszahlungen mittlerweile rund 50 Millionen Dollar aufzuwenden hatte.
Jetzt machen die Anwälte von Apple Corps. wiederum Ernst, der iPod und der iTunes Music Store stellen in ihren Augen eine weit größere Verletzung des langjährigen Vertrages dar, als alle anderen Aktivitäten je zuvor. "Als sie den iPod heraus gebracht haben, haben wir uns nur gewundert, was sie sich dabei wohl gedacht haben," sagte ein Jurist der Beatles-Plattenfirma, "sie wussten doch von der Vereinbarung und dass sie deretwegen schon viel Geld verloren haben." Über die genauen Inhalte der Klage, die ein Londoner Gericht Apple in den vergangenen Tagen zugestellt hat, sind keine Details bekannt, ein Sprecher der Musikfirma meinte jedoch Fox News gegenüber, dass man Apple gerne auf seinem Weg belassen wolle, dabei aber weitere Entschädigungszahlungen aus Cupertino überwiesen bekommen möchte.

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