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Weihnachten gefährdet – E-Mails an Weihnachtsmann gestohlen

23.12.2015 | 13:20 Uhr |

Offenbar muss heuer das Fest der Liebe ausfallen. Bei einer speziellen Poststelle sind wichtige Briefe entwendet worden.

In einer Pressemitteilung hat heute der Weihnachtsmann bekannt gegeben, dass die sämtliche Datenbank mit den Adressen, IDs, Klarnamen sowie die sämtliche Kommunikation mit den jungen Nutzern der Datenbank von den Rechnern im Himmelreich verschwunden sind. "Ich kann nun nicht die Geschenke zustellen. Das ist ein Daten-Gau des nie da gewesenen Ausmaßes", so Herr Weihnachtsmann.

Wir wollten die Katastrophe etwas einordnen: „Nein, mit dem Daten-Leck von Ashley Madison in diesem Sommer ist unsere Datenbank nicht zu vergleichen. Die Datenbank des Online-Dienstes war deutlich primitiver, soweit ich das abschätzen kann – dort konnten sich nur die unartigen Nutzer anmelden, eine feinere Unterscheidung nach „brav“ und „unartig“ konnte Ashley-Madison-Software noch nicht vornehmen. Wir sind da auf dem deutlich weiteren Stand“, erörtert Herr Weihnachtsmann.

Der Diebstahl ist skrupelhaft vorbereitet worden: Der Kollege aus den USA, Herr Santa Claus, hat bereits letzte Woche über ähnliche Versuche auf die eigene Datenbank berichtet . Diese blieben jedoch erfolglos. Herr Santa Claus steht in einem langjährigen Konflikt mit den lokalen Behörden: Nachdem ihm auf Reisen sein Reisepass entzogen wurde, musste er sich auf dem neutralen Territorium am Nordpol absetzen und lebt dort im Exil . Hinter den Angriffen auf seine sowie auf die deutsche Datenbank vermutet Herr Santa Claus den US-Amerikanischen Geheimdienst NSA.

Der Sprecher des Deutschen Bundesnachrichtendienst, Herr Krampus aus Pullach in Bayern, dementiert diese Anschuldigungen vehement: "Weder wir noch die Kollegen aus den USA haben mit dem Daten-Leck was zu tun. Wir haben versucht, die Rute zu verfolgen, die die Verbrecher genutzt haben. Die Ermittlungen dauern noch an. Allerdings gibt es schon die ersten Spuren: An einem Arbeitsplatz in der Poststelle von Himmelreich ist ein ausrangierter Rechner aus dem Bundestag gefunden worden. Ob der Rechner zu den mit den Trojanern verseuchten gehört, und ob damit die Daten entwendet worden waren, müssen wir noch klären“, so Herr Krampus.

Der größte Online-Händler Amazon zeigt sich hier auch besorgt. „Wir haben extra für die jungen Kunden eine Lieferungs-Flatrate angeboten – Amazon Prime Nice. In den USA ist bereits ein Versuch gestartet worden, an die vergleichbare Datenbank anzuknüpfen und die Geschenke mit den Drohnen zuzustellen. Ohne Adress-Daten ist das natürlich nicht möglich.“

Der Tesla-Ceo und Gründer des Raumfahrtunternehmen SpaceX Elon Musk zeigt sich dagegen entspannt: „Dass unsere Falcon-Rakete unbeschadet auf die Erde zurückgekehrt ist, ist nur ein netter Nebeneffekt. Tatsächlich wollten wir in die Erdumlaufbahn unsere neuen Satelliten bringen. Sie sind deutlich genauer als die aktuellen GPS-Satelliten und sollen so die Navigation und Steuerung der selbstfahrenden Autos ermöglichen. Mit den Anbindung von Facebook-Daten werden wir auswerten können, wo die jungen Nutzer wohnen und was sie brauchen. Die Zustellung der Geschenke soll ganz automatisch erfolgen. Bedingt durch den Start in einem bestimmten Punkt der Erdlaufbahn haben wir bereits die Beta-Version unseres Systems im Nahen Osten gestartet. Unsere Test-Fahrer Balthazar, Melchior und Caspar sind bereits unterwegs. Alle Technik-Freunde sollte am 24. Dezember am Abend aufmerksam gen Himmel schauen – einer von unseren Satelliten wird hell leuchtend von Westeuropa aus sichtbar sein.“

Tim Cook meint: „Hätte man in der Kommunikation mit den jungen Nutzern unsere sichere End-zu-End-Verschlüsselung in iMessage genutzt, wäre das nicht passiert. Denn so sind die Daten für die Diebe wertlos. Wie bereits bei der britischen Legislative haben wir unser Appell in Sachen starke Verschlüsselung an die zuständigen Behörden in Himmelreich geschickt. Ich tue das äußerst selten, aber ich muss einem Apple-Widersacher Cyrus Vance recht geben: Das iOS ist nämlich ein Geschenk Gottes, aber nicht nur für die Gauner und Design-Sünder , sondern wie das Christkind – für alle!“

Mit dieser nicht ernst zu nehmenden News wollen wir uns in die Weihnachtsferien verabschieden und Ihnen ein frohes Fest und einen guten Rutsch wünschen. Auch an Geschenke haben wir gedacht – unter diesem Link finden Sie eine Anleitung , wie Sie das kostenlose Heft "Alles vernetzten 2015" herunterladen können. Frohe Weihnachten wünscht Ihnen die Macwelt.

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