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Weitere Namen im Apple-Skandal mit Aktienoptionen

02.01.2007 | 13:30 Uhr |

Im Aktien-Skandal "made in Cupertino" tauchen weitere Namen auf. Laut dem Wall Street Journal verdichten sich Hinweise, nach denen die beiden Apple-Angestellten Fred Anderson und Nancy Heinen in den Fall verwickelt sind. Apples interne Untersuchungen sollen die beiden beschuldigen, in den Fall verwickelt zu sein.

Noch hält Apple sich bedeckt und bestätigt die beiden Namen im Zusammenhang mit der Rückdatierung von Aktienoptionen nicht offiziell, doch Personen, die mit dem Fall vertraut sind, bestätigen, dass der frühere Finanzchef Fred Anderson und Board-Sekretärin Nancy Heinen in Apples Untersuchungs-Bericht auftauchen. Insider davon aus, dass Apple argumentieren könnte, der frühere CFO (Chief Financial Officer) Fred Anderson hätte für die korrekte Abrechnung von Optionen verantwortlich sein sollen. Im Fall von Heinen meint Apple sogar beweisen zu können, dass sie von gefälschten Dokumenten wusste. Laut diesen Dokumenten soll im Oktober 2001 ein Board-Meeting stattgefunden haben, bei dem im großen Umfang Aktienoptionen für Steve Jobs genehmig wurden. Dieses Treffen hat allerdings nie stattgefunden.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft können Monate dauern

Momentan befinden sich die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft allerdings erst am Anfang, schreibt das Börsen-Blatt Wall Street Journal, die Ermittlungen könnten sich noch über Monate hinziehen. Ein Apple-Sprecher wollte sich nicht zu den neuen Details äußern. Die Anwälte von Anderson und Heinen beteuern dagegen die Unschuld ihrer Klienten. "Als CFO spielte Fred keine große Rolle im täglichen Umgang mit der Vergabe, Rechenschaftslegung und Abrechnung von Aktienoptionen und war nicht involviert in irgendeine wissentliche Manipulation, erklärt der Anwalt des ehemaligen Finanzchefs. Auch Heinens Anwalt bestätigt: "Wir dementieren, dass sie irgendetwas getan hat, was man vorsätzliches Missverhalten nennen könnte." Anderson ist im Oktober von seinem Posten als Mitglied des Aufsichtsrates bei Apple zurückgetreten, nachdem Anwälte der Firma ihm gesagt hatten, er könnte zum Ziel der Untersuchungen werden. Heinen hat Apple bereits vor der Aufdeckung des Aktien-Skandals verlassen.

Info: Wall Street Journal

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