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Weiterer Ärger für Microsoft um Vista

03.08.2005 | 12:43 Uhr |

Microsofts Namenswahl für den Windows-XP-Nachfolger hat weitere Kritik auf sich gezogen. Während der in Redmond ansässige Service-Provider Vista Inc. noch eine Klage gegen Microsoft überlegt, haben nun zwei Non-Profit-Organisationen aus dem US-Gesundheitsbereich Bedenken bezüglich Vista angemeldet.

Windows Vista
Vergrößern Windows Vista

Die VistA Software Alliance und die World Vista Group arbeiten für die Veteranen Administration (VA) und verwenden zur Verwaltung von Patientendaten die Software VistA. Die Namensgleichheit könne zur Konfusion führen, kritisiert Barabara Boykin, Chefin der VistA Software Alliance. Die von Microsoft ausgelöste Verwirrung sei ein Affront gegenüber den Leuten, die sich um die Gesundheit der Veteranen sorgten. Die Software sei seit zwanzig Jahren in Einsatz und verwalte die Daten von Millionen von Veteranen in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen. VistA solle zum Standard im US-Gesundheitswesen werden, in dem Patientendaten oft noch per Karteikästen verwaltet würden, erklärt World-VistA-Chairman Murray Pepper, der Zeitpunkt von Microsofts Ankündigung sei "unglücklich". Eine Microsoft-Sprecherin wies die Vorwürfe zurück, im Vorfeld habe man intensiv überprüft, ob Windows Vista Markenrechte verletze. Da es sich bei dem 2006 kommenden Betriebssystem um Windows Vista handele, beide Begriffe zusammengehörten und Windows klar mit Microsoft assoziiere, könne man nicht von Verwechslungsgefahr sprechen.

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