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Weiterhin kein Betriebsrat bei SAP

03.03.2006 | 11:20 Uhr

Bei Deutschlands führendem Softwarehersteller SAP wird es auch künftig keinen Betriebsrat geben. Auf einer Betriebsversammlung in Walldorf hätten sich lediglich neun Prozent der rund 5.100 anwesenden SAP-Beschäftigten für einen Betriebsrat ausgesprochen, sagte ein IG-Metall-Sprecher am Donnerstag.

Für die Gründung eines Wahlvorstandes wäre die einfache Mehrheit der Anwesenden erforderlich gewesen. Drei SAP-Mitarbeiter hatten die Versammlung zusammen mit der Gewerkschaft initiiert.

Die Gewerkschaft überlege nun, vor das Arbeitsgericht zu ziehen, um doch noch eine Arbeitnehmervertretung in dem Softwarehaus zu installieren, kündigte der Gewerkschafter an. Ein Unternehmenssprecher sagte dagegen, SAP gehe davon aus, dass die Gewerkschaft das eindeutige Votum der Beschäftigten respektiere.

Bislang übernehmen die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat die Funktion eines Betriebsrates bei dem Weltmarktführer für Unternehmenssoftware. Der SAP-Mitgründer und langjährige Vorstandschef Dietmar Hopp hatte vor der Versammlung starke Vorbehalte gegen den Einfluss einer Gewerkschaft in dem Unternehmen geäußert. Das Softwarehaus hat weltweit rund 35.900 Beschäftigte. (dpa/ala)

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