2169626

Dawn findet Hinweise auf Wasser auf Ceres

14.01.2016 | 11:15 Uhr |

Der Kleinplanet Ceres hält unter seiner Oberfläche gefrorenes Wasser bereit. Dies hat die Auswertung von Bildern der Raumsonde Dawn ergeben.

Die wissenschaftliche Sensation des Herbst 2015, die gar nicht so sensationell ist: Auf dem Mars hat es fließendes Wasser gegeben und gibt es wahrscheinlich heute noch. Die NASA legt nun nach und gibt bekannt, dass sich aus von der Raumfähre Dawn aufgenommen Bildern schließen lässt, auch der Zwergplanet Ceres habe Wasser. Dieses liegt auf dem im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter verorteten Himmelskörper aber nicht in flüssiger Form vor, sondern im gefrorenen Zustand.

Rückschlüsse erlauben Bilder des Kraters Kupalo , die Dawn aus etwa 400 Kilometer Höhe aufgenommen hat. Diese zeigen am Kraterrand und seinen Wänden helles Material, bei dem es sich allem Anschein nach um Salze handelt. Bei der Kollision mit anderen Himmelskörpern der Region seien diese zuvor in unter der Oberfläche gefrorenen Wasser gelösten Salze frei geworden und hätten sich am Rand des etwa 26 Kilometer durchmessenden Kraters angesammelt.

Wo das Wasser herkommt, erklärt das nicht. Nach gängigen Theorien hat auch die einst trockene Erde ihr Wasser von Kometen erhalten, jüngste Forschungsergebnisse widersprechen dem Bild jedoch und sehen Asteroiden als wahrscheinlichere Quelle an. Das irdische Wasser (und wohl auch das vom Mars, von Ceres und einigen Monden der Gasriesen jenseits des Asteroidengürtels) könnte womöglich gar älter das Sonnensystem sein.

Randnotiz: Der Name des Kraters Kupalo geht auf die slawische Gottheit gleichen Namens zurück, die in vorchristlichen Zeiten als Erntegöttin verehrt wurde. Der Wortstamm ist vermutlich vom Verb "baden" abgeleitet - fast logisch, dass sich in Kupalo Wasser findet. Der Krater des Ceres trägt seinen Namen aber nicht zufällig, Ceres war bei den Römern die Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und der Ehe.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2169626