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Konsumflaute bei Monitoren erwartet

10.12.2008 | 14:03 Uhr |

Die Hersteller rechnen damit, dass die Nachfrage 2009 zum ersten Mal seit es Flachbildschirme gibt sinken wird. Die Hersteller drosseln bereits die Gewinnerwartungen.

Viewsonic Monitor
Vergrößern Viewsonic Monitor

Die Konsumflaute schlägt sich jetzt auch bei den Flachbild-Monitoren durch. Zum ersten Mal seit diese Geräte auf dem Markt sind, wird es kein Wachstum, sondern schrumpfende Zahlen geben. Ein Schock für die verwöhnte Branche. Die taiwanesischen Marktforscher von Witsview erwarten, dass der Absatz 2009 um etwa drei Prozent auf 160,6 Millionen Geräte sinken wird. Der drittgrößte Hersteller der Branche, AU Optronics, der unter anderem für BenQ und Viewsonic fertigt, kann seine Fabriken zurzeit nur zu 60 Prozent auslasten.

"Niemand will mehr Geld ausgeben", sagt AU-Optronics-Manager Kuen-Yao Lee der Financial Times Deutschland. Vor zwölf Jahren hätten die Probleme noch bei den Anbietern gelegen, die die Kapazitäten nicht schnell genug ausbauen konnten. Heute liegen diese Kapazitäten brach. Seit dem Sommer werden die Prognosen für das kommende Jahr immer schlechter. Hersteller LG hat am Mittwoch gemeldet, dass man unter den verfallenen Preisen leide. Die Nachfrage sei stark zurück gegangen und die Preise noch stärker gefallen als erwartet. Man rechne damit, dass die Preise im vierten Quartal weitere 20 Prozent unter denen des restlichen Jahres liegen werden. LG nutzt laut eigenen Angaben derzeit etwa 80 Prozent seiner Produktionskapazität.

Schlecht für die Hersteller - gut für Verbraucher

Für den Verbraucher könnte dies bedeuten, dass sie von einem möglichen Preiskampf der Hersteller profitieren könnten. Wie bereits zuvor bei den Speicherpreisen profitieren sie von Überkapazitäten der Hersteller und der Angst vor schwindenen Absatzzahlen. Für die Hersteller könnte diese Entwicklung zu einem ernsten Problem werden: Während die Preise um ein Fünftel fallen, konnte beispielsweise LG seine Produktionskosten in der gleichen Zeit nur um etwas mehr als zehn Prozent senken.

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