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Weniger Zeitungleser in den neuen Bundesländern

28.07.2003 | 14:36 Uhr |

Die Zahl der Zeitungsleser im Osten Deutschlands geht nach einer Studie des Leipziger Instituts für empirische
Forschung (Leif) zurück. Während 2001 noch 81 Prozent mehrmals in der Woche eine Zeitung oder Zeitschrift lasen, waren es im vorigen Jahr nur 78 Prozent. Basis für die am Montag veröffentlichte Studie «Medien 2003» ist eine repräsentative Bevölkerungsbefragung von 1200
Einwohnern der neuen Bundesländer, die zum Jahreswechsel erhoben worden war.

Die Zahl der Zeitungsleser ab 16 Jahren hat sich seit 1997 um etwa 969 000 reduziert, sagte der Soziologe und Institutsleiter Harald
Schmidt. Gründe für den Verzicht auf Zeitungslesen sind nach seiner Einschätzung vor allem der zunehmende Mangel an Zeit, Geld oder Interesse.

Die Studie listet auch Unterschiede zwischen den Bundesländern auf: 80 Prozent der Sachsen, Thüringer und Sachsen-Anhalter, aber nur
71 Prozent der Berliner lesen regelmäßig eine Zeitung oder Zeitschrift. Von den Brandenburgern sind 74 Prozent regelmäßige
Zeitungsleser, in Mecklenburg-Vorpommeranern sind es 76 Prozent.

Das Internet hat der Analyse zufolge bisher keinen starken Einfluss. 75 Prozent der Internetnutzer lesen regelmäßig eine Zeitung
oder eine Zeitschrift. Mit zunehmendem Alter und höherer Bildung würden mehr Zeitungen oder Zeitschriften gelesen. Von den 16- bis 19-
Jährigen gehören laut Studie 59 Prozent zu den regelmäßigen Zeitungslesern. (dpa)

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