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Wenn das EFI-Update Schwierigkeiten macht

16.11.2006 | 16:08 Uhr |

Apples Anfang der Woche vorgestelltes EFI-Update verbessert nicht nur die Zusammenarbeit der Intel-Macs mit Boot Camp und Parallels, sondern startet einige Rechner auch schneller, kann Probleme mit dem Display beheben und schaltet manch nervendes Lüftergeräusch ab.

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Wenn es sich denn installieren lässt: Zwar ging das Update auf allen Testrechnern der Redaktion ohne Schwierigkeiten über die Bühne, dennoch klagen vereinzelt Leser und Forenteilnehmer der Apple Discussions über Fehlfunktionen bei und nach dem Aufspielen. Einigen von ihnen kann geholfen werden.

Wenn der Mac nicht mehr startet oder die iSight nicht mehr erkennt: Wenn der Intel-Mac nach dem Update des Extended Firmware Interface nicht mehr rund läuft, kann man - auf eigene Gefahr - erst einmal selbst Hand anlegen, bevor man zu drastischeren Maßnahmen greift.

Maßnahmen vor dem Update

Bereits vor dem Aufspielen der Firmware-Aktualisierung minimieren eine Reihe einfacher Handgriffe das Risiko eines Scheiterns: MacFixIt empfiehlt, die AirPort-Karte zu deaktivieren. Die entsprechende Funktion findet man im Kontextmenü des Airport-Symbols in der Menüleiste. Zusätzlich sollte man vor dem Update alle geöffneten Applikationen schließen und alle externen Geräte an USB- und FireWire-Ports entfernen. Dazu zählen auch USB-Hubs, denn selbst diese können in unglücklichen Fällen zu Problemen führen.

Noch ein Neustart

Wenn der Mac nach Aufspielen des Updates zwar startet, dann aber einzelne Geräte nicht mehr erkennt, kann bereits ein Neustart Wunder bewirken. Bevor man also am System herumdoktert und unter Umständen mehr Schaden als Nutzen hat: erst einmal den Mac aus- und wieder anschalten.

Raus aus der Schleife

Mancher will das neu EFI aufspielen und verspielt dabei den Zugang zum Betriebssystem: Mac OS X bootet nicht mehr, der Rechner bleibt in einer endlosen Aktualisierungs-Schleife gefangen. Helfen kann Anwenderberichten zufolge, wenn man PRAM und NVRAM zurück setzt: Dafür drückt man während des Anschaltens des Macs die Tastenkombination Befehl + Wahl + P + R, genauere Hinweise findet man auf der Apple-Seite . Unter Umständen muss man danach Systemdatum und Systemzeit neu einstellen.

Wenn die iSight fehlt

In manchen Fällen erkennte der Mac nach der Firmware-Aktualisierung manche Geräte nicht mehr, die an USB- und FireWire-Schnittstellen hängen. Aber auch die eingebaute iSight kann den Dienst auf einmal verweigern. Nach dem Reset des PRAMs kann man noch versuchen, auch den System Management Controller (SMC) zurück zu setzen. Eine Anleitung für MacBook und MacBook Pro sowie die Risiken und Nebenwirkungen finden sich auf Apples Support-Seiten . Nach dem Ausschalten der Notebooks reicht es, Akku und Stromanschluss zu entfernen und dann die Einschalttaste fünf Sekunden lang zu drücken. Entsprechende Anleitungen stehen für den Mac mini, den iMac und den Mac Pro zur Verfügung.

Ein letzter Trumpf im Ärmel: Apples Rettungs-CD

Sind alle zuvor beschriebenen Maßnahmen wirkungslos, dann bleibt als letzte Rettung noch immer die Firmware Restore CD , die Apple zum Download bereit stellt. Sie liegt inzwischen in Version 1.2 vor und sollte laut Apple nur zum Einsatz kommen, wenn ein Firmware-Update unterbrochen wurde oder gescheitert ist. Brennen kann man sich die CD auf dem Zweit-Mac oder bei jedem Bekannten, der einen Mac hat - auch auf einem PowerPC-basierten System. Die Anleitung dazu findet sich ebenfalls auf Apples Support-Seiten, der Download der CD ist 20,5 Megabyte groß. Hat man sie fertig gebrannt, startet man zunächst den betroffenen Mac, lässt die Einschalttaste aber nicht los. Nach kurzer Zeit beginnt die Status-LED abwechselnd drei Mal schnell und drei Mal langsam zu blinken, dann erst legt man die Notfall-CD ein und lässt los. Ein längerer Ton signalisiert, wenn die Wiederherstellung begonnen hat.

Noch immer nichts?

Sind alle Versuche gescheitert, hilft am Ende nur noch ein Anruf bei Apple, der Gang zum Händler oder zum Service-Partner.

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