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Wenn der Tiger dient

29.06.2004 | 14:38 Uhr |

Steve Jobs hat über das kommende Mac-OS X viel geredet, vor allem über die Version für gewöhnliche Arbeitsplatz-Rechner. Auf der Server-Seite steht jedoch auch ein Update auf Version 10.4 an - und hier fallen die Verbesserung ebenfalls ganz ordentlich aus.

Zunächst sollten sich die vielfachen Anpassungen verschiedener Betriebssystembestandteile an die 64-Bit-Liga gerade in der Server-Ausgabe von Mac-OS X 10.4 alias "Tiger" bemerkbar machen. Betreiber großer Datenbanken oder gut gefüllter Fileserver würden einen Leistungssprung zumindest gerne hinnehmen. Besonders in der Datei- und Ordnerfreigabe bessert Apple nach: Per "Access Control Lists" steuern Administratoren die Zugriffsrechte auf bestimmte Ressourcen so, wie es innerhalb eines Netzes oder Workflows nötig ist. Beispielsweise dürfen nur bestimmte Gruppen auf einen Ordner zugreifen, nachträglich lassen sich einzelner Benutzer mit zusätzlichen Rechten ausstatten. Ein solch ausgefeiltes Rechtemanagement bleibt noch nicht einmal Mac-OS X vorbehalten - Apple gestaltet die ACL-Technik kompatibel mit Windows XP und Windows Server 2003.

Anwender mobiler Plattformen sollten einen Netz-Administrator dringend zum Upgrade auf Mac-OS X 10.4 Server raten. Denn "Tiger" hat die so genannten "Mobile Home Directories" im Gepäck. In einem Netz greifen für gewöhnlich alle Benutzer auf ein eigenes Verzeichnis auf einem Fileserver, das Privat- oder "Home"-Verzeichnis, zurück. Grundsätzlich keine schlechte Idee, denn im Falle eines Datenverlustes auf der Client-Seite bleiben wichtige Arbeitsdaten im Server-Ordner des Benutzers erhalten. Apples mobile Privat-Ordner eliminieren ein Problem, dass spätestens mit Powerbooks oder iBooks im Netz auftaucht: Zwar legen die Mitarbeiter ihre Informationen auf den Serven ab, aber sobald sie offline unterwegs sind, fehlen wichtige Dokumente. Mac-OS X 10.4 Server gleicht auf Wunsch die Privat-Ordner der Anwender miteinander ab, sobald sich diese vom Netz trennen. So haben mobile Benutzer die aktuellen Daten dabei. Ändert sich während ihrer Abwesenheit etwas im Home-Verzeichnis, synchronisiert Tiger nach dem Login des jeweiligen Benutzers automatisch die geänderten Inhalte zwischen dem mobilen Mac und dem Server.

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