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Wer hat Schuld Niedergang der Musikindustrie?

21.05.2003 | 11:20 Uhr |

Justin Moore, derzeit Werksstudent der HP Research Labs und an der Duke University in North Caroluna eingeschrieben, will für die Website www.boycott-RIAA.com mit einer Studie bewiesen haben, dass nicht Tauschbörsen für die Umsatzeinbrüche der Musikindustrie verantwortlich zu machen sind, sondern die allgemeine Wirtschaftsflaute.

Dazu verglich Moore die Absatzzahlen von 30 Börsen notierten US-Unternehmen wie Wal-Mart, Coca-Cola und AT & T mit denen der Musikindustrie. Das Ergebnis: Die großen 30 der US-Wirtschaft haben seit dem Jahr 2000 genau so an Umsatz eingebußt wie die Musikindustrie, teilweise sogar mehr. Am Rückgang hätten CD-Verkäufe unterproportional beigetragen, ältere Medien wie Vinyl-Schallplatten und Kassetten seien kaum noch verkäuflich und rissen derart Löcher in die Kassen der Major-Labels. Diese Fakten seien starke Indizien dafür, dass die RIAA Tauschbörsen zu Unrecht der Geschäftsschädigung bezichtigt.Zwar führt Moore die Teilnahme ab Kursen in Urheberrecht, Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung an der Duke University Law School für seine Kompetenz an, räumt aber gleichzeitig ein, keine streng wissenschaftliche Analyse vorgelegt zu haben.

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