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Werbekonjunktur floriert

13.07.2000 | 00:00 Uhr |

Die Werbekonjunktur floriert: Die Werbung in
den klassischen deutschen Medien hat im 1. Quartal mit zweistelligen
Wachstumsraten zugelegt. Die Unternehmen schalteten im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum Anzeigen, Werbespots und Plakate für rund 8,4
Milliarden DM. Damit stiegen die Brutto-Werbeumsätze um 13,6 Prozent,
wie aus der A.C. Nielsen Werbeforschung S+P hervorgeht, die am
Mittwoch in Hamburg vom Verlag Gruner+Jahr vorgelegt wurde.

Die Werbekonjunktur wurde durch die zum Teil erheblichen
Etaterhöhungen der Wirtschaftsbereiche Telekommunikation, Finanz-
Anlagen und Beratung sowie Unternehmenswerbung angekurbelt, hieß es.
Der Bereich Büro+EDV+Kommunikation setzte sich mit 977 Millionen DM
(plus 51,3 Prozent) vor die Automobilhersteller, die ihre Ausgaben
nur leicht um 4,3 Prozent auf 889 Millionen DM erhöhten.

In die Printmedien flossen für Werbung 4,1 Milliarden DM, ein
Zuwachs von 14,0 Prozent. Bei den TV- und Hörfunksendern fiel der
Zuwachs mit 14,4 Prozent auf 4,2 Milliarden DM etwas höher aus.

Im Printbereich legten die Tageszeitungen um 14,6 Prozent auf
knapp 2,0 Milliarden DM zu. Zu diesem Betrag müssen noch die
Einnahmen durch Regional- und Kleinanzeigen addiert werden, die aber
von der Nielsen-Studie nicht erfasst werden. Die
Publikumszeitschriften kamen auf ein Plus von 13,1 Prozent auf 1,8
Milliarden DM, der erste zweistellige Zuwachs seit mehr als 15
Jahren. Die Gattung der Wirtschaftspresse profitierte besonders von
der Werbekonjunktur und war mit einem Plus von 43,9 Prozent auf 156
Millionen DM Spitze. Die Fachzeitschriften verbuchten ein Wachstum
von 16,5 Prozent auf 259 Millionen DM.

Die Fernsehwerbung zog wieder kräftig an: TV-Spots im Wert von 3,7
Milliarden DM wurden ausgestrahlt, ein Zuwachs von 15,1 Prozent. Die
privaten Sender verbuchten mit 16,1 Prozent auf 3,5 Milliarden DM den
Löwenanteil. Gering fiel die Steigerung der beiden öffentlich-
rechtlichen Sender ARD und ZDF mit 3,1 Prozent auf 252 Millionen DM
aus, hieß es. Ein einstelliges Wachstum verzeichnete auch die
Hörfunkwerbung: 9,0 Prozent auf 465 Millionen DM. Als einzige Gattung
der klassischen Medien habe die Plakatwerbung mit einem Rückgang von
13,1 Prozent auf 145 Millionen DM ein rückläufige Entwicklung
vorgewiesen.
dpa

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