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Werbemüll kommt in Japan teuer

27.03.2003 | 11:53 Uhr |

München/Macwelt - 6,5 Millionen Yen, oder umgerechnet etwa 50.000 Euro muss eine Internet-Firma in Tokio zahlen, weil sie Millionen von Werbe-E-Mails an nicht-existente Kunden von NTT DoCoMo geschickt hatte. Das Gericht in Tokio entschied, dass die nicht näher genannte Internet-Firma ein System aufgebaut hatte, dass es erlaubt, Massen-Emails an die Besitzer von Imode-Mobiltelefonen zu schicken. In der Klage hatte NTT DoCoMo aufgeführt, dass mit diesem System rund 4 Millionen Nachrichten verschickt wurden, deren Empfängeradresse falsch sei, was die Server von NTT überlastet habe, so dass das Buchungssystem abgeschaltet werden musste. Während des Ausfalls konnte deshal nicht - wie sonst üblich - von den Empfängern einer Nachricht eine Gebühr eingezogen werden. Weitere Untersuchungen von NTT DoCoMo hätten ergeben, dass von den 950 Millionen Emails, die jeden Tag in dem Imode-System von NTT DoCoMo eintreffen, zirka 800 Millionen an falsche Adressen gehen (Quelle: Mainichi Shimbun , 26. März 2003)

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