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Werbung verstößt oft gegen den Jugendschutz

07.04.2008 | 15:39 Uhr |

Werbung hält sich oft nicht an den Jugendschutz. Zu diesem Fazit kommt eine Studie der Hochschule Darmstadt. In mehr als der Hälfte der untersuchten Anzeigen fanden die Forscher Verstöße.

Bei den untersuchten Anzeigen wurde in 543 von 945 Fällen gegen eine Werberegel des Deutschen Werberates verstoßen, teilt die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz in Berlin mit. In 192 Fällen wurden Jugendliche direkt zum Kauf oder Konsum aufgefordert, was gegen die Selbstverpflichtung der Branche verstößt.

Noch häufiger wurde der Grundsatz verletzt, dass Werbemittel wie Verlosungen oder Preisrätsel die Umworbenen „nicht irreführen, nicht durch übermäßige Vorteile anlocken, nicht die Spielleidenschaft ausnutzen und nicht anreißerisch belästigen“ sollen. Diese Regel wurde in 46 Prozent aller untersuchten Werbeanzeigen missachtet, heißt es in der Studie „Kinder und Jugendliche als Zielgruppe des Erlebnismarketings - Werbung in Kinder- und Jugendzeitschriften sowie in korrespondierenden Internetangeboten“.

Info: Sofia Darmstadt

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