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Apple überarbeitet iAd-Bedingungen erneut

16.02.2012 | 07:22 Uhr |

Apple hat die Teilnahmebedingungen für seinen mobilen Anzeigenservice iAd erneut überarbeitet und will so Werbern und Entwicklern die Plattform schmackhafter machen.

Wer über iAd werben will, muss nun nur noch 100.000 US-Dollar anstatt wie ursprünglich eine Million US-Dollar einsetzen, App-Entwickler bekommen nun einen 70-prozentigen Anteil an den Werbeeinnahmen anstatt wie bisher nur 60 Prozent. Die neue Aufteilung der Umsätze wird laut Apple im gesamten iAd-Netzwerk wirksam. Vor zwei Monaten hatte Apple den Mindesteinsatz für iAd bereits auf 400.000 US-Dollar gesenkt und den von Adobe angeworbenen Manager Todd Teresi als Leiter des Programms angeheuert.

Adam Schlachter vom Vermarkter MEC Global begrüßt gegenüber unseren Kollegen von Macworld die Neuerungen. Der gesunkene Eintrittspreis mache iAd offener für Marken mit weniger Budget, bisher habe iAd zu verschlossen gewirkt.

iAd habe bisher nicht die hohen Erwartungen erfüllt, insistiert der ABI-Analyst Aapo Markkanen in einem Interview: "Ich würde es bisher nicht als Fehlschlag bezeichnen, eher als Enttäuschung." Dabei sieht Markkanen die größte Hürde nicht in der bisherigen Preisstruktur, sondern in der Beschränkung auf iOS. Trotz der weiten Verbreitung von iPhone, iPod Touch und iPad sähen es viele Werber als unzureichend an, mit iAd nicht auch Android-User ansprechen zu können. iAd hat laut eMarketer im vergangenen Jahr 92,4 Millionen US-Dollar umgesetzt, was einem Anteil von gerade einmal 6,4 Prozent bei mobilen Anzeigen entspricht. Den Löwenanteil von 51,4 Prozent konnte Google abschöpfen und dabei 750 Millionen US-Dollar einnehmen. Trotz des geringen Anteils liegt iAd auf Platz zwei im Markt.

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