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iAds: Apple zeigt Werbung in Apps an

08.04.2010 | 15:10 Uhr |

Apple geht jetzt unter die Werbeverkäufer und bietet einen eigenen Werbeservice an. Entwickler können so mit Werbung mehr Geld an ihren Apps verdienen.

Apple erschließt sich ein neues Geschäftsfeld auf dem iPhone . In Zukunft wird Apple auch mit Werbung Geld verdienen. Der neue Werbedienst "iAds" blendet Werbung innerhalb von Apps ein und soll die mobile Werbung interessanter machen. Apple setzt dabei auf Webtechnik. Die Werbung ist als HTML5 programmiert und kann deshalb besonders interaktiv sein.

Apple will mit iAds die Kluft zwischen emotionaler und interaktiver Werbung schließen. Nutzer sollen gerne auf Werbung klicken. Deshalb soll alles innerhalb der App stattfinden. Werbung soll den Anwender nicht damit bestrafen, dass seine App schließt und Safari sich mit der Webseite des Anbieters öffnet. Die aktive App bleibt aktiv und die Werbung öffnet sich stattdessen in der aktuellen iPhone-App .

Werbung soll Spaß machen

Apple zeigt eine interaktive Werbung für den Film Toy Story (Bild: Gizmodo)
Vergrößern Apple zeigt eine interaktive Werbung für den Film Toy Story (Bild: Gizmodo)
© Gizmodo

Da Apple bei der Programmierung der Werbung auf Webinhalte setzt, kann die Werbung dynamisch und interaktiv sein. Werbetreibende können Videos und Animationen nutzen, Minispiele einbetten und den Nutzer in die Werbung mit einbeziehen. Steve Jobs sagt, Apple wolle die Qualität der Werbung verbessern. Im Grunde geht es Apple dabei um die Akzeptanz der Werbung. Denn je freundlicher und verspielter die Werbeanzeigen daher kommen, desto mehr Nutzer werden auf Werbung klicken und umso höher ist der Umsatz. Profiteure der neuen Werbeplattform sind die Entwickler und Apple selbst.

Die App-Entwickler erhalten 60 Prozent vom Werbeumsatz, den Rest behält Apple. Dies sei ein branchenüblicher Satz. Entwickler können selbst entscheiden, ob sie iAds in ihre Anwendungen integrieren wollen. Viele werden bei dieser Aussicht auf Umsatz nicht lange zögern. Die technische Unterstützung für iAds ist laut Steve Jobs bereits in das Betriebssystem eingebaut.

Genaue Details sind noch nicht bekannt. Einige Fragen sind noch offen. Beispielsweise, ob iPhone-Apps mit iAds im App Store besonders gekennzeichnet sind, ob der Nutzer iAds deaktivieren kann. Dass Apple in den Markt der mobilen Werbung einsteigen werde, war seit einiger Zeit eines der plausibelsten Gerüchte. Apple hatte Ende 2009 den Werbevermarkter Quattro Mobile gekauft und laut Steve Jobs lernt Apple viel von den eingekauften Werbeexperten.

Dennoch habe Apple kein Interesse daran, selbst zur Werbeagentur zu werden. Stattdessen will das Unternehmen offenbar mit der Masse der Nutzer Umsatz erzeugen. Steve Jobs rechnet auf der Keynote vor, dass man jeden Tag ungefär eine Milliarde Werbeanzeigen ausliefern könne.

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