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Western Digital feiert Durchbruch der Nanotechnologie bei Festplatten

04.03.2013 | 09:27 Uhr |

Das aufgedruckte Muster auf der Festplattenoberfläche verdoppelt die bisher eingesetzte Datendichte und ist pro Bit nur noch 50 Atome breit.

Western Digital hat am letzten Freitag eine Pressemitteilung veröffentlicht, dass die Firma dank dem Einsatz verbesserter Nanotechnologien die Datenkapazität von Festplatte verdoppeln kann.

Dias neue Verfahren wurde im HSTG-Labor entwickelt, das Western Digital im März 2011 von Hitachi übernahm: Mittels Nanolithografie werden Muster auf die Oberfläche der Festplatte aufgedruckt. Im Gegensatz zu der Vorgängertechnologie Fotolithografie, die in der Halbleiterentwicklung eingesetzt wurde, können weitausbessere Auflösungen erreicht werden: Die Punkte des Druckmusters, die auf der Festplatte kleine magnetische Inseln darstellen, haben mit der verbesserten Nanotechnologie einen Durchmesser von weniger als zehn Nanometern, d.h. eine Breite von knapp 50 Atomen. Damit kann die bisher erreichte Datendichte verdoppelt werden.

Tom Albrecht bei HGST verkündete, dass das neue Verfahren völlig ohne Fotolithografie auskommt und dass mit geeigneter Chemie und Vorbereitung der Festplattenoberfläche sogar noch höhere Datendichten erreichbar sein sollen. HGST preist sich als die erste Firma, die sowohl selbstorganisierende Moleküle , Verdopplung des Musters und Nanodruck-Verfahren einsetzt, um die hohe Dichte der Bit-Speicherpunkte auf Festplatten zu erreichen.

Currie Munce , Vizepräsident der HGST-Labore, erwartet, dass sich die verbesserte Technologie bis spätestens 2020 als neuer, kostengünstiger Standard in der Festplattenproduktion durchsetzen wird.

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