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Netzagentur senkt weitere Preise für Telekom-Leistungen

01.07.2010 | 07:37 Uhr |

Die Bundesnetzagentur hat am Mittwoch weitere Preise für Vorleistungen der Deutschen Telekom für ihre Wettbewerber gesenkt.

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© Telekom

Der Regulierer fasste die Preise neu, die Wettbewerber der Telekom einmalig für die Anmietung und Rückgabe der so genannten letzten Meile (Teilnehmeranschlussleitung, TAL) bezahlen müssen. Das Entgelt werde ohne Arbeiten beim Endkunden künftig bei 30,83 Euro nach 35,70 Euro liegen, teilte die Behörde in Bonn mit.

Für die derzeit häufigste Variante, die Neuschaltung der Kupferdoppelader mit Arbeiten beim Endkunden, darf die Telekom nur noch 53,35 nach 62,37 Euro verlangen. Insgesamt entschied die Netzagentur über ein ganzes Paket von Anschlussmöglichkeiten.

Die Telekom sprach von "schmerzlichen Kürzungen". Die einzelnen Beschlüsse müssten jetzt allerdings erst sorgfältig geprüft werden. Der Geschäftsführer des Verbandes VATM, in dem sich Telekom- Wettbewerber zusammengeschlossen haben, Jürgen Grützner, wertete die niedrigeren Preise als wichtiges Signal, auch wenn er die Absenkung als "marginal" bewertete. Im VATM sind rund 90 Wettbewerber der Telekom organisiert.

Erst im vergangenen Jahr hatte die Netzagentur auch das monatliche Entgelt für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) gesenkt. Diese Gebühr ist besonders wichtig, denn immer noch gehören die meisten Leitungszugänge zu den Kundenhaushalten der Telekom. Konkurrenzanbieter von DSL- und Telefonanschlüssen müssen dieses "letzte Meile" genannte Leitungsstück anmieten, damit sie ihre Kunden erreichen.

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