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Wettbewerb zum Davonlaufen

14.08.2000 | 00:00 Uhr |

Als weltweit erste Menschenjagd gegen Geld im
Internet und auf der Straße ist am Montagmittag der so genannte
«RealityRun» in Berlin gestartet. Sinn des Spiels ist es, in den
kommenden 24 Tagen rund um die Uhr den gesuchten «RealityRunner»
übers weltweite Netz oder zu Fuß in der Hauptstadt zu jagen.

Auf den Kandidaten ist nach Veranstalterangaben vom Montag ein
Kopfgeld von 10 000 Dollar (21 600 Mark) ausgesetzt. Wird er nicht
entdeckt, erhält er das Geld selbst. Die Aktion sei nichts anderes
als ein Versteckspiel mit anderen Mitteln, erklärte Rüdiger Kreklau,
Creative Director der Veranstalterfirma ExtraMile AG.

Der Runner, ein Holländer namens Roger, wurde am späten Vormittag
dick vermummt mit Maske, Sonnenbrille, Trenchcoat und Hut am Fuße des
Teufelsberg in der Hauptstadt ausgesetzt. Er hat ein Startgeld von 2
500 Dollar und ist über ein Handy rund um die Uhr verkabelt.

Alles, was er sagt, werde mitgehört, sagte Kreklau. Hinweise aus
diesen Gesprächen und aus Kameraaufnahmen werden ins Internet
gestellt. Der «Runner» muss täglich Aufgaben lösen, hat kein
Quartier, keine Ausrüstung und kein Auto. dpa

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