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Whisply: Dateien im Browser mit Ende-zu-Ende Verschlüsselung versenden

03.12.2015 | 12:44 Uhr |

Whisply ist ein neuer Datei-Transfer-Service mit integrierter Ende-zu-Ende Verschlüsselung, der direkt über den Webbrowser funktioniert.

Die gewünschte Datei, zum Beispiel ein Word-Dokument oder ein Bild,  wird  vom Nutzer  direkt in seinem Browser mit dem Datei-Transfer-Service Whisply unter der Verwendung der Web Cryptography-API (WebCrypto) verschlüsselt,  in der  eigenen Cloud  gespeichert  und kann dann  per  Link anderen  Nutzern  zur Verfügung  gestellt werden.  Durch die  integrierte  Ende-zu-Ende-Verschlüsselung können sich Nutzer dabei sicher sein, dass ihre Daten geschützt sind, verspricht der Augsburger Anbieter Secomba, der bereits für Boxcryptor bekannt ist, mit dem sich Dateien in der Cloud verschlüsseln lassen .

Um mit Whisply zu arbeiten, ruft man die Startseite in seinem Browser auf . Dort kann man die gewünschten Dateien entweder per Drag-and-drop oder über ein Auswahlmenü hoch laden, fünf gleichzeitig sind bisher möglich. Diese sollten jeweils nicht über 12 MB groß sein. Anschließend wählt man den gewünschten Dienst wie Dropbox, Google Drive oder Microsofts One Drive. Die verschlüsselte Datei wird dann in einem Ordner des ausgewählten Cloudspeichers abgelegt, und man erhält einen Download-Link mit optionalem Passwort- oder PIN-Schutz, den man auch anderen zum Download der Datei mitteilen kann. Die Verschlüsselungstechnologie basiert laut Anbieter auf dem Standard AES-256, die generierten Links sind prinzipiell unsichtbar, auch Secomba selbst erhält nach eigener Auskunft keinen Einblick darauf.

Prinzipiell werden alle modernen Browser unterstützt, vor allem empfiehlt der Anbieter allerdings Chrome oder Firefox in den aktuellsten Versionen. Auf dem Mac unter OS X 10.11 El Capitan lassen sich bislang aufgrund technischer Einschränkungen mit Safari keine Dateien empfangen, weil Apple es nicht zulasse, dass Dateien direkt auf dem Mac gespeichert werden. Secomba bietet für die Betriebssystemversionen bis einschließlich OS X 10.10 ersatzweise ein Flash-Script für den Speichervorgang an. Unter Windows können dafür mit dem Internet Explorer 10 Dateien nicht verschickt werden. Aber es gibt ja jeweils Alternativen hier wie dort. Mobilgeräte finden bisher noch keine Unterstützung.

Wir haben das Verfahren mit ein paar Dateien einmal ausprobiert, dazu Google Chrome benutzt und den Link per E-Mail versandt, es klappte in diesem Miniversuch problemlos. Beim zweiten Durchgang ließen sich die Dateien aber nicht sofort hochladen. In diesem frühen Stadium muss man hin und wieder mit Problemen rechnen. Secomba kündigt an, dass der offizielle Start für das erste Halbjahr 2016 geplant ist. Dann soll es neben einer kostenlosen Variante voraussichtlich auch kostenpflichtige Funktionen geben.

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