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Widerrufsrecht beim Online-Weihnachtskauf: So geht's

21.11.2016 | 12:01 Uhr |

Bloß nicht zu früh bestellen: Was Sie bei Weihnachtsgeschenken, die Sie über das Internet kaufen, beachten sollten.

Viele Weihnachtsgeschenke werden heutzutage online gekauft. Man erspart sich das Gedränge in überfüllten Innenstädten, die Auswahl ist größer, der Preis zum Teil günstiger.

Doch nicht jedes Weihnachtsgeschenk gefällt. Es gibt somit ein paar Punkte zu beachten, damit Sie Weihnachtsgeschenke, die nicht gut ankommen, auch wieder zurückgeben können.

Übrigens, etwas von Ihrem iTunes-Guthaben ganz ohne Gutschein können Sie jede Zeit verschenken. Wie das geht, haben wir in diesem Ratgeber beschrieben.

Im stationären Handel erfolgt der Umtausch von ungeliebten Weihnachtsgeschenken rein auf Kulanzbasis. Wenn etwa die Farbe der Krawatte nicht gefällt oder die DVD schon vorhanden ist, muss der stationäre Händler die Ware gesetzlich gesehen nicht zurücknehmen. Oftmals ist eine Rückgabe jedoch unproblematisch, und der Käufer erhält zumindest einen Gutschein.

Sehr viel komfortabler ist die Situation, wenn Weihnachtsgeschenke über das Internet gekauft werden. Hier hat der Käufer in der Regel ein Widerrufsrecht . Vereinfacht gesagt, beginnt die Widerrufsfrist, wenn der Käufer die Ware erhalten hat. Von Gesetzes wegen ist eine Widerrufsfrist von mindestens 14 Tagen vorgeschrieben.

Wer zu früh kauft, hat dann aber das Problem, dass die Widerrufsfrist am 24.12., wenn es zur Bescherung geht, bereits abgelaufen ist. Wichtig ist daher: Wie lang ist die Widerrufsfrist? Denn es gibt Ausnahmen.

Obwohl der Gesetzgeber lediglich eine Widerrufsfrist von 14 Tagen vorsieht, bieten viele Internethändler eine längere Widerrufsfrist an. So ist beispielsweise bei Ebay eine Widerrufsfrist von 1 Monat üblich. Einige Händler bieten zur Weihnachtszeit eine verlängerte Widerrufsfrist an, etwa bis zum 31.12. In diesen Fällen kommt es somit nicht darauf an, wann der Schenkende das Geschenk tatsächlich erhalten hat, wenn er es im Internet bestellt hat.

Davon ausgehend, dass sich erst zur Bescherung am 24.12. herausstellt, ob ein Geschenk gepasst hat ist oder nicht, gibt es somit ein paar Daten, die zu beachten sind. Wenn der Internethändler, bei dem das Geschenk online gekauft wurde, eine Widerrufsfrist von 14 Tagen einräumt, sollte ein Geschenk im Internet nicht zu früh bestellt werden. Hier sollte darauf geachtet werden, dass es nicht vor dem 10.12. beim Schenkenden eintrifft.

Wird eine Widerrufsfrist von 1 Monat, wie häufig bei Ebay, eingeräumt, sollte das Geschenk frühestens ab dem 24.11. beim Schenkenden eingehen. Wenn ein Geschenk dann nicht gefällt, kann der Widerruf erklärt werden.

Entscheidend für das Einhalten der Widerrufsfrist ist die Absendung des Widerrufs. Wer ein Geschenk schon frühzeitig über das Internet gekauft und erhalten hat, muss dann gegebenenfalls noch am 24.12. den Widerruf erklären. Das Einfachste ist, dies per Email zu erledigen. Theoretisch kann dies auch per Telefon, Fax oder per Post erfolgen.

Wer diese Informationen im Hinterkopf hat, kann problemlos seine Weihnachtsgeschenke im Internet kaufen.

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